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SCHLÜSSLBERG. Die geplante Erweiterung des Schlüßlberger Handelsparkes zieht sich in die Länge. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde mit den Stimmen von SPÖ, den unabhängigen Schlüßlbergern (DUS) und der FPÖ der Grundsatzbeschluss für die Erweiterung durchgeboxt. Die ÖVP enthielt sich der Stimme, die Grünen sprachen sich dagegen aus.

Auf dieser Fläche sollen neue Geschäfte und ein Gastronomiebetrieb entstehen. Über die Erweiterung ist man sich im Schlüßlberger Gemeinderat nicht einig. Foto: LangS

Mehr als 35.600 Quadratmeter umfasst der Schlüßlberger Handelspark aktuell. Auf einer zusätzlichen Fläche von 5.300 Quadratmeter sollen weitere Geschäfte entstehen. Um welche Märkte es sich genau handeln solle, dazu gäbe es derzeit keine offiziellen Informationen. Und genau dieser Umstand stößt der ÖVP-Fraktion in Schlüßlberg sauer auf. „Wir haben uns im Gemeinderat der Stimme enthalten, da wir zu wenig Informationen über die Art der geplanten Geschäfte haben. Wir sind nicht generell gegen die Erweiterung des Handelsparkes. Laut Gutachten soll es aber eher keine Erweiterung zum bestehenden Angebot werden. Zudem haben wir die Stellungnahme des Landes erst zu kurzfristig bei der Sitzung mitgeteilt bekommen“, erklärt ÖVP-Fraktionsobfrau Hedwig Rauch. Da bisher nicht bekannt sei, welche Geschäfte sich auf der freien Fläche ansiedeln sollen, will die ÖVP auch nicht die Zustimmung geben. Es wird ein Verdrängungswettbewerb befürchtet: „Unserer Meinung nach wird es nur eine Umschichtung von Arbeitsplätzen und Branchen. Kommt ein neues Geschäft, wird ein anderes derselben Branche wieder leer stehen“, meint Rauch. Die Stellungnahme des Landes zur Erweiterung fiel negativ aus.

Dringlicher: Nahversorger im Ortszentrum

Sich gegen die Erweiterung des Handelsparkes ausgesprochen hat sich der Grüne Georg Hötzmanseder. Auch er kritisiert, dass es durch die neuen Beriebe keine Erweiterung des Angebots geben könnte. „Ich sehe es so, dass wieder ähnliche Geschäfte hinkommen sollen, die es schon gibt. Von Lebensmittelmarkt bis Drogerie, sind wir bereits gut versorgt und, dass sich ein hochwertiges Wirtshaus hier niederlassen sollte, glaube ich nicht“, meint Hötzmannseder. Für den Grünen wäre ein Nahversorger direkt im Ortskern dringlicher. Für ihn ist auch die Thema der Flächenversiegelung ein Thema. „Aktuell ist es eine Ackerfläche, die auch zum täglichen Bedarf beiträgt. Die Fläche ist so bestens genutzt“, meint Hötzmanseder.

Gutachten für Erweiterung

Während die Stellungnahme des Landes für die Erweiterung vorerst negativ ausfiel, soll ein 80-seitiges Gutachten eines Sachverständigen das Gegenteil beweisen. In diesem wird der Standort und die Fläche als ideal für neue Märkte dargestellt. FPÖ, DUS und die SPÖ mit Bürgermeister Klaus Höllerl stimmen für die Erweiterung. Höllerl sieht den Ausbau ganz klar positiv: „Es siedeln sich zusätzliche Betriebe an, wir bekommen ein Gasthaus und es ist ja nur ein Stück neben dem bestehenden Handelspark, das noch frei ist. Die neuen Betriebe werden ja nicht auf die freie Wiese gebaut“. Die Firmen würden laut Höllerl schon in den Startlöchern stehen, man warte nun auf einen positiven Bescheid.


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