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SCHÖNAU. Das Turmverlies hat sich der Burgverein Prandegg für seinen nächsten Arbeitseinsatz Ende Juli bis Mitte August vogenommen.

Auch heuer wird drei Wochen lang an dem alten Gemäuer der Burg gearbeitet. Foto: Burgverein Prandegg

Grundlage für die realistische Szene, die im Kerker tief unter der Erde nachgestellt werden wird, ist die historische Geschichte eines Bauern, der seinen Zehent nicht bezahlen konnte. „Der arme Kerl hat drei Tage bei Wasser und Brot auf der harten Pritsche im Verlies ausharren müssen“, weiß Burgvereins-Obmann Gottfried Viehböck. Unterstützt von vielen freiwilligen Helfern wird das Turmverlies von Erde befreit. Neben einem absturzsicheren Zugang wird eine Holzplattform angebracht, auf der Panzerglas den freien Blick in den Kerker ermöglicht. Auch für die passende Beleuchtung wird gesorgt werden, um das Verlies bei Burgführungen besser mit einbeziehen zu können.

Ein gerade erst abgeschlossenes Projekt des Burgvereins sind die Schlafkojen in der Taverne im alten Meierhof. „Wir haben die 16 einfachen Schlafplätze finanziert und gebaut und schließlich an Tavernenwirt Franz Leitner vermietet“, freut sich Obmann Viehböck über den schon jetzt regen Zuspruch von Übernachgungsgästen. Und auch für die Zukunft gibt es für Prandegg schon wieder große Pläne: Im Rahmen eines Projekts des Burgen- und Schlösserwegs sollen Veranstaltungsräumlichkeiten im Meierhof entstehen. Finanzielle Unterstützung dafür könnte laut Mühlviertler Alm-Geschäftsführer Klaus Preining aus dem EU-Programm Interreg kommen.


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