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REICHENTHAL/SCHÖNAU. Der Faszination des Waldes ist Sabine Eilmsteiner von Kindesbeinen an erlegen. Als „Wald- und Kräuterhexe“ beschäftigt sie sich seit Jahren mit dem Wald als spirituellem Kraftort, aber auch als Lieferant für allerlei Heilsames. Über die heilende Kraft des Waldes hat die gebürtige Reichenthalerin nun ein Buch veröffentlicht. 

  1 / 3   Der Faszination des Waldes mit Haut und Haar erlegen: Wald- und Kräuterhexe Sabine EilmsteinerFoto: Thomas Ortner

Vor allem Sabine Eilmsteiners Großmutter Christine Lomsky ist es zu verdanken, dass die 38-Jährige heute ihr Leben ganz auf die Natur ausgerichtet hat. „Meine Oma ist kräuterkundig, ich war als Kind oft mit ihr unterwegs“, berichtet Eilmsteiner, die in der Reichenthaler Ortschaft Schwarzenbach aufgewachsen ist und heute in Schönau im Mühlkreis lebt. Das Wissen der Oma hat sie erweitert, kombiniert und mit eigenem ergänzt.

Ort der Ruhe und der Spiritualität

Der Wald hat für die Mutter eines sechsjährigen Sohnes und ausgebildete Natur- und Landschaftsvermittlerin vielfältige Bedeutung: „Zum einen ist es für mich ein Ort der Ruhe, ein spiritueller Platz zum Hineinspüren. Alleine die Lichtstimmungen, wenn die Sonne zwischen den Blättern durchscheint, bescheren mir ein Glücksgefühl, ich kann im Wald viel Kraft schöpfen“, schwärmt die gelernte Krankenschwester, die auch als Waldluftbademeisterin tätig ist.

Genussvolle Rezepte

Auf der anderen Seite liefert ihr der Wald viele wertvolle Rohstoffe für ihre Hausapotheke und für genussvolle Rezepte. In ihrem Buch „Die heilende Kraft des Waldes. Von Blättern und Flechten bis zu Vitalpilzen: außergewöhnliche Rezeptideen“ nimmt Sabine Eilmsteiner ihre Leser mit auf eine Reise durch den Wald im Jahreskreis. „Ich führe meine Leser Monat für Monat in den Wald und zeige ihnen, was zu welcher Zeit dort für Gesundheit und Wohlbefinden zu finden ist“, sagt die Autorin, die früher bereits Schreiberfahrung beim Schreibkreis „Promotheus“ und der „Mühlviertler Schreiblust“ gesammelt hat. „Die Freude am Schreiben ist mir geblieben, und über eine Freundin habe ich Kontakt mit dem Kneipp Verlag Wien geknüpft, der nun mein Buch in einer Auflage von 3.000 Stück herausgebracht hat.“

Tipps zum Sammeln und Bevorraten

Zu finden sind darin nicht nur Rezepte und Heilanwendungen, sondern auch Tipps zum richtigen Sammeln und Bevorraten von Pflanzen, Pilzen und Wurzeln. Und nicht zuletzt macht Sabine Eilmsteiner ihre Leser darauf aufmerksam, dass man auch im Wald nur dort nehmen sollte, wo Fülle herrscht. Eintauchen in den WaldUnd so taucht der Leser im Buch ein in den Frühlingsstimmenwalzer und lernt Anwendungen von Salweide, Birke und Lärche kennen, summt mit Linde, Kiefer und Holunder den Summertime Blues, tanzt mit Hasel, Eiche und Eilmsteiners Lieblingspflanze Wacholder den Herbstreigen und singt zum Abschluss das Winterlied mit Tanne, Fichte und Buche. Jede Pflanze hat die Autorin mit Fotos, Steckbrief, Verwendung, Sammeltipp und Rezepten versehen.

Fortsetzung möglich

Obwohl das Werk voll von geballtem Wissen ist, enthält es nur einen Bruchteil der Pflanzen, die Sabine Eilmsteiner gerne sammelt und anwendet. „Moose und Flechten kommen darin noch gar nicht umfassend vor“, hat die Wald- und Kräuterhexe schon jetzt Lust darauf, eine Fortsetzung ihres Buches zu schreiben. Drei Exemplare zu gewinnenTips-Leser haben die Gelegenheit, eines von drei Exemplaren von „Die heilende Kraft des Waldes“ zu gewinnen. Mitmachen ist auf www.tips.at> Gewinnspiele möglich. Zu erwerben gibt es das Buch zum Preis von 23 Euro in jeder Buchhandlung, im Internet, bei Sabine Eilmsteiners Seminaren oder bei der Autorin persönlich (www.machandelbaum.com).

Kräuterhexe im Radio

Wer gerne mehr aus dem Wissensschatz von Sabine Eilmsteiner erfahren möchte, dem sei ihre Sendung „Die Kräuterhexe“ im Freien Radio Freistadt (www.frf.at) ans Herz gelegt. Ein Rezept aus dem Buch, das ein Labsal für Herz und Verdauung ist, verrät die Kräuterhexe den Tips-Lesern im Folgenden.

Rezept für Nelkenwurzlikör:

Balsam für das Herz und eine gute Verdauung

Ca. zwei Handvoll gut gereinigte und abgetrocknete Nelkenwurzwurzeln (Geum urbanum – eine im Mühlviertel sehr häufige Pflanze) mit einem Keramikmesser aufschneiden und in ein Ansatzgefäß geben. 300 – 500 g Kandiszucker beigeben, mit zwei Litern Kornschnaps (mind. 38 % Vol.) aufgießen und bis zu sechs Wochen bei Zimmertemperatur an einem halbschattigen Ort stehen lassen, gelegentlich aufschütteln. Den Likör danach durch einen Kaffeefilter abseihen.


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