Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

SCHREMS. Die Privatausstellung „Schätze der Vergangenheit – Museum für Volkskultur“ von Marietta und Karl Tröstl feiert 2018 das zehnjährige Jubiläum. Vieles hat sich verändert, vieles ist aber auch gleich geblieben. Tips Redakteur Erich Schacherl besuchte die leidenschaftlichen Sammler.

Karl Tröstl vor der Zirbenholz-Kredenz
Karl Tröstl vor der Zirbenholz-Kredenz

Im Jahr 2002 wurde mit dem Aufbau der Privatsammlung begonnen, seit 1. April 2008 ist sie der Öffentlichkeit zugänglich. Zu sehen sind Alltagsobjekte aus der Region wie Möbel, Werkzeug, Arbeitsgeräte, Geschirr, Keramik, Bücher, Hefte, Zeitungen und so weiter. Dazu noch ein Schaugarten mit Blumen, Kräutern, und Getreidesorten, ein Biotop, eine kleine Kneippanlage, eine Aromadufthütte und eine Jausenhütte. Gemeinsames Brotbacken ist nach telefonischer Voranmeldung für Besucher möglich, die alte Kunst des Klöppelns beherrscht Marietta Tröstl und zeigt das auch gerne her.

Eine schöne Zeit

„Die zehn Jahre waren eine schöne Zeit“, freut sich Hausherr Karl Tröstl. „Das Museum hat sich toll entwickelt, ich bin sehr zufrieden“. Der Besucherstrom ist mehr geworden und das Museum kann mittlerweile auch mit der NÖ-Card besucht werden. Die Ausstellungsstücke sind ebenfalls mehr geworden. „Viele Freunde, Verwandte und Bekannte bringen uns Sachen, die wir gut verwenden können“, freut sich Karl. Da sich platzmäßig beim Museum, das ja auch gleichzeitig das Wohnhaus der Tröstls ist, nichts verändert hat, es gab weder Zu- noch Ausbauten, stellt sich die Frage, wie mehr Objekte untergebracht werden können? „Meine Frau hat ein richtiges Talent dafür, manche Gegenstände wegzuräumen, dafür neue auszustellen. Wir verändern also innerhalb des Museums“.

Schöne Eriinnerungen

Über manche Stücke freut sich Karl besonders. „Wir haben eine Original Zirbenholz-Bauernstube aus dem Jahr 1932 erhalten. Sie ist in gutem Zustand und jetzt Teil der Ausstellung“. Ob er angesichts der Tausenden von Gegenständen aus der Vergangenheit, mit denen er Tag für Tag umgeben ist, nicht schon mehr in der Vergangenheit als in der Gegenwart lebt? „Nein, ich bin sicher keiner von gestern“, sagt er mit einem Lächeln. „Durch zahlreiche Gegenstände im Haus habe ich schöne Erinnerungen an frühere Zeiten aus meinem Leben.“

Am liebsten reden und plaudern

Während des kurzen Interviews tauchen Museumsbesucher auf, Karl begrüßt sie und sofort entwickelt sich ein nettes Gespräch. Karls große Leidenschaft beginnt sich zu zeigen, er liebt es mit Menschen zu reden und zu plaudern, dafür hat er ein Talent, das ist für ihn irgendwie das Herzstück des ganzen Projekts. „Die Leute kommen vorbei, schauen sich das Museum an, denn gehe ich mit ihnen in den Garten, wir setzten uns zusammen. Ich erzähle viel, erfahre auch viel von den Gästen, wir unterhalten uns, manche sind schon drei Stunden bei uns geblieben. Das ist es, was ich wirklich mag“.

Infotelefon: 0664/2186404


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden