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SCHWANENSTADT. Die Schneemengen im freien Gelände halten sich weiterhin in Grenzen, und so locken die präparierten Pisten als schneesichere Alternative vermehrt auch Skitourengeher an. Um Konflikte mit Sigebietsbetreibern und Skifahrern zu vermeiden, rät der Österreichische Alpenverein Sektion Schwanenstadt den Tourengehern, sich an einige Grundregeln zu halten.
 

Foto: Alpenverein Schwanenstadt
Foto: Alpenverein Schwanenstadt

Vor allem in den Skigebieten in der Nähe von Ballungszentren boomt das Pistengehen, bei dem Aufstieg und Abfahrt zumindest zum Teil auf präparierten Pisten erfolgen. Die Gründe dafür sind klar: Im freien Gelände ist derzeit an Skitouren kaum zu denken, nur in den Skigebieten werden einigermaßen winterliche Bedingungen geboten. Außerdem ist der Zeitaufwand für Pistentouren überschaubar, die Lawinengefahr ist so gut wie kein Thema und auch für die Einkehr danach ist die nötige Infrastruktur gegeben.

Der Schlüssel für ein konfliktfreies Miteinander von Tourengehern, Skifahrern und Skigebietsbetreibern ist die Beachtung der zehn Verhaltensregeln für Pistengeher, erarbeitet vom Österreichischen Alpenverein und dem Kuratorium für Alpine Sicherheit. Dazu zählt auch zeitliche Sperren zu akzeptieren. Das Miteinander funktioniert vielerorts weitgehend problemlos, weshalb ein generelles Pistenverbot für Tourengeher vom Österreichischen Alpenverein zurückgewiesen wird. Die Bestrebungen in einigen Regionen, wonach Pistengeher zu den normalen Betriebszeiten aus den Skigebieten ausgesperrt werden sollen, ist rechtlich umstritten.

Pistentouren – sicher und fair: Warnhinweise sowie lokale Regelungen beachten, der Sperre einer Piste oder eines Pistenteils Folge leisten, nur am Pistenrand und hintereinander aufsteigen, die Piste nur an übersichtlichen Stellen und mit genügend Abstand zueinander queren, frisch präparierte Pisten nur im Randbereich befahren, bis 22.30 Uhr oder einer anderen vom Seilbahnunternehmen festgelegten Uhrzeit die Pisten verlassen, sichtbar machen, bei besonders für Pistentouren gewidmeten Aufstiegsrouten/Pisten nur diese benützen, Hunde nicht auf Pisten mitnehmen, ausgewiesene Parkplätze benützen und allfällige Parkgebühren entrichten.

Der Alpenverein vertritt bei der Diskussion zu Skitouren auf Pisten folgende Standpunkte: Nein zu einer „Pistenmaut“ für Tourengeher während der Betriebszeiten, Ja zum freien Aufstieg während der Betriebszeiten, Ja zu begründeten zeitlichen Pistensperren (z.B. Präparierung mit Seilwinden) und Ja zu angemessenen ParkgebührenJA zur Erarbeitung lokaler Konfliktlösungen.

Im Sinne dieser Grundsätze beteiligt sich der Alpenverein mit seinen Landesverbänden und Sektionen jederzeit gerne an der Erarbeitung und Umsetzung lokaler Lösungsmodelle.


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