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GROSS HASELBACH. Der Musikverein Großhaselbach lud am Pfingstsonntag zum traditionellen Konzert. Das 20. Jubiläum überzeugte mit emotionalen Momenten und musikalischer Vielfältigkeit.

  1 / 6   2.500 Euro wurden bei einem karikativen Rekordversuch gesammelt und vom Musikverein und Wirt Werner Zlabinger an die Gesellschaft für ganzheitliche Förderung und Therapie NÖ übergeben. Fotos: MV Groß Haselbach
Wenn es Pfingstsonntagabend wird, dann füllt sich der Stadl des Gasthaus Döller in Großhaselbach. Seit 20 Jahren pünktlich um acht Uhr eröffnet Kapellmeister Josef Weber das Konzert. Doch das Dirigentenpult war nicht nur seine Bühne, zwei junge Damen stahlen ihm stückweise die Show: Marie Therese Elsigan und Karin Kaltenböck, zwei der vier jungen stellvertretenden Kapellmeister des Musikvereins. Musikalisch boten die 48 Musikanten eine Reise von Strauß, über das schottische Hochland bis hin zum Broadway. So kamen die Zuhörer unter anderem in den Genuss von  „A Festival Prelude“ von Fritz Neuböck, „Die tanzenden Muse“ von Josef Strauß, dem „Zaubek-Marsch“, komponiert von Johannes Teuschl, oder dem Stück „Highland Cathedral“, Tränen in den Augen und Gänsehaut erzeugte  Leonhard Cohens „Hallelujah“, umrahmt durch den Gesang von fünf Sängerinnen und Sängern aus den Musikerreihen. Die letzte Station der musikalischen Reise führte an den Broadway mit Musicalhits von „Jesus Christ Superstar“. Jugend ganz starkEin weiterer Höhepunkt des Abends war die Verleihung, hier kann Großhaselbach auf eine starke Jugend aufbauen: Vier Jungmusiker erhielten das bronzene Jungmusikerleistungsabzeichen, vier das silberne. Die Jugendarbeit ist dem Verein ein großes Anliegen, liegt ja auch das Durchschnittsalter der Mitglieder bei knapp 26 Jahren. Ehrung für besonderen EinsatzNicht ganz in diese Generation fällt Alois Gruböck. „Unser Ali für alles“, wie Obmann Erwin Franta seinen Musikerkollegen liebevoll in seinen Dankesworten nannte, erhielt eine Ehrung für sein langjähriges Engagement und unermüdlichen Einsatz für den Verein. Sprecherin und Marketenderin Kristina Strohmer verabschiedete sich mit Robert Stolzs Worten „Wenn meine Melodien in den Herzen der Menschen einen Platz gefunden haben, dann weiß ich, dass ich meine Aufgabe erfüllt und nicht umsonst gelebt habe“.Bürgermeister lädt zum Aufhorchen in die RegionBürgermeister Karl Elsigan zeigte sich berührt von der Leistung „seiner“ Kapelle: „Musik erweckt Gefühle, das haben wir heute Abend mehr als gespürt“. Gleichzeitig lud er auch alle von 11. bis 14. Juni zum NÖ-Volkskulturfestival „Aufhorchen“ in die ASTEG-Region ein. Ein Rekord mit karikativem HintergrundDen Abschluss des 20. Pfingstkonzertes bildetet eine Scheckübergabe von 2.500 Euro an die Gesellschaft für ganzheitliche Förderung und Therapie NÖ. Obmann Erwin Franta hatte mit Kaminstuben-Wirt Werner Zlabinger gewettet, dass er es schafft seine Kapelle in dem kleinsten Gastgarten der Welt mit nur rund vier Quadratmeter aufspielen zu lassen. Prompt wurde dieser Rekord am 1. Mai erfolgreich mit 38 Musikanten aufgestellt und als Wetteinsatz von Wirt und weiteren Sponsoren Geld für den guten Zweck gesammelt.

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