Gehörloser Autodidakt und seine Leidenschaft für die Malerei
SCHWERTBERG. Es war eine Erkrankung, wodurch Johann Hofko im Alter von drei Jahren sein Gehör verlieren sollte – und es war erneut eine Erkrankung, die ihn fünf Jahre später zur Malerei gebracht hatte.

Zu Kriegsende 1945 erkrankte der achtjährige Johann an Masern. Um sich die Langeweile zu vertreiben, bat er seinen älteren Bruder um Zeichenpapier und Stifte. Das war der Beginn einer Leidenschaft, der Hochgatterer treu blieb, obwohl er keine Möglichkeit hatte, daraus einen Beruf zu machen. Die Eltern dachten, er hätte die besten Voraussetzungen, um Maler- und Anstreicher zu lernen. Doch das war nicht ganz das Richtige für den jungen Schwertberger und er sattelte rasch um. Um Geld zu verdienen, absolvierte er eine Schlosserlehre und blieb bis zu seiner Pensionierung seinem Lehrbetrieb treu. Was er als Kunstmaler kann, das hat er sich alles selbst beigebracht. Der Autodidakt hat Freude an der Darstellung von Farbe und Form, die Motive zeigen Landschaften, aber auch Tiere, Stillleben, Blumen, Tiere und immer wieder sein Lieblingsmotiv – das Schwertberger Schloss, von dem rund 70 Werke existieren.
Wiedersehen nach 30 Jahren
Auch einer zweiten Liebe ist Johann Hofko treu geblieben: seiner Jugendliebe Erna, die er in jungen aus den Augen verlieren sollte, aber dreißig Jahre später bei einer Feier des Gehörlosenvereines in Hartberg wieder traf. Seit zwanzig Jahren sind die beiden nun ein Paar und genießen die gemeinsame Zeit abwechselnd in Schwertberg und Graz. Mit Erna und der Malerei hat Hofko sein Lebensglück gefunden, einen Traum will er sich demnächst erfüllen – eine Donaukreuzfahrt. Man darf gespannt sein, welche Motive er von dieser Reise mitbringt. Die Ergebnisse seines Schaffens sind im Tageszentrum der Volkshilfe Schwertberg zu sehen.


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