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SCHWERTBERG/OÖ. Industriegrößen, Hidden Champions und globale Player bilden eine gemeinsame Plattform zur Versachlichung der Debatte um Verpackungen und rufen zum Dialog auf. Darunter auch etwa Firmen aus Oberösterreich wie die Schwertberger Firma Engel, die Erema Group aus Ansfelden oder die Greiner AG aus Kremsmünster.

Foto: garetsworkshop/ Shutterstock.com
Foto: garetsworkshop/ Shutterstock.com

Gestern, am 5. Mai, gaben Vertreter der Verpackungs-Wertschöpfungskette aus Österreich den Start der „Plattform Verpackung mit Zukunft“ bekannt. „Unsere Gründung erfolgte Ende 2019 und jetzt starten wir öffentlich sichtbar. Wir sind sicher, dass wir gemeinsam mehr erreichen können, um Sachlichkeit in die Verpackungsdiskussion zu bringen. Denn wir wollen der nächsten Generation eine Welt weitergeben, die auch wir vorgefunden haben“, so Axel Kühner, CEO der Greiner AG, oberösterreichischer Global Player in der Kunststoff- und Schaumstoffindustrie.

Die Plattform wurde von sieben Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette - Greiner, ALPLA Group, Nestlé Österreich, Coca-Cola Österreich, Interseroh Österreich, ENGEL Austria und EREMA Group – gegründet. Die Mitglieder  sind überzeugt, dass eine ressourcenschonende Nutzung von Verpackungen möglich und auch sinnvoll ist. Daher haben sie sich als Ziel gesetzt, die Recyclingfähigkeit in der Verpackungswirtschaft zu optimieren und die Nachhaltigkeit im Verpackungsbereich ständig zu verbessern. 

Krise zeigt Eigenschaften von Verpackungen

„Die vier Eckpunkte einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft Reduce, Replace, Reuse und Recycle werden von den Mitgliedern der Plattform in vielen Bereichen bereits umgesetzt. Wir wollen Österreich als Vorzeigeland in Sachen Nachhaltigkeit bei Verpackungen positionieren und ein Sprachrohr sein“, so Günther Lehner, CEO der Vorarlberger ALPLA Group, einem global tätigen Spezialisten für Kunststoffverpackungen und Recycling.

„In der aktuellen Krise wurden wichtige Eigenschaften von Verpackungen, wie der Transportschutz, die längere Haltbarkeit von Lebensmitteln und der Hygienefaktor, sichtbar. Kunststoffverpackungen haben generell und gerade in Zeiten wie diesen das sachliche Argument auf ihrer Seite – es wäre gut, wenn es nachher auch noch so wäre“, gibt Angela Teml von Nestlé Österreich zu bedenken. Die Nachhaltigkeit bleibt bei allen Überlegungen und Projekten im Fokus. „So ist zum Beispiel bereits das gesamte Römerquelle PET-Flaschensortiment aus 100 Prozent wiederverwertetem PET“, nennt Coca-Cola Österreich Unternehmenssprecher Philipp Bodzenta eines von vielen Beispielen.

Gemeinsame Grundsätze um „den Kreis zu schließen

Manfred Hackl, Geschäftsführer der EREMA Group aus Ansfelden, fasst die Ziele so zusammen: „Die Plattform  sieht sich als Dialogpartner für die Weiterentwicklung der Debatte rund um Verpackung – für Politik, Wissenschaft, NGOs wie auch Konsumenten. Das Ziel ist eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und mit der Bildung der Plattform sind wir diesem einen wesentlichen Schritt nähergekommen.“

Österreich ist bei Kreislaufwirtschaft Vorreiter

„Es ist von zentraler Bedeutung, dass sich die Unternehmen der Verpackungsindustrie weltweit vernetzen. Die Kreislaufwirtschaft ist eine überregionale und zugleich interdisziplinäre Herausforderung, die wir nur gemeinsam mit Nachdruck verfolgen und erfolgreich lösen können. Als Maschinenbauunternehmen leisten wir einen wesentlichen Beitrag, Verpackungen so zu produzieren, dass sie die Ressourcen schonen und selbst recyclebar sind. In Österreich gibt es eine Reihe von Unternehmen, deren innovative Technologien auf diesem Gebiet weltweit gefragt sind“, erklärt Engel Geschäftsführer, Stefan Engleder.

Dialogpartner Richtung Politik

Die Mitglieder der „Plattform Verpackung mit Zukunft“ haben auch konkrete Anliegen, die sie mit der Politik diskutieren wollen. „Dabei denken wir an die Einführung von einheitlichen Sammelsystemen - besonders für den Gelben Sack -, an die Verbesserung der Infrastruktur in den Bereichen Trennung, Sammlung, Sortierung und Recycling oder schlicht an die Förderung von Verpackungslösungen, die zu 100 Prozent wiederverwendbar, wiederverwertbar oder recyclingfähig sind“, nennt Franz Sauseng, Geschäftsführer des Umweltdienstleisters Interseroh Austria als erste Punkte.

Die Unternehmen der Plattform Verpackung mit Zukunft beschäftigen mehr als 40.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von mehr als neun Milliarden Euro.


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