Vernissage im Bildungszentrum Seitenstetten: Barbara Lichtenegger „Spiel zwischen Licht und Schatten“

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Michaela Aichinger Michaela Aichinger, Tips Redaktion, 16.01.2020 08:07 Uhr

SEITENSTETTEN. Barbara Lichten­egger stellt unter dem Titel „LICHT.SPIELE“ eine Auswahl ihrer Werke im Bildungszentrum St. Benedikt aus. Tips sprach mit der gebürtigen St. Valentinerin über ihren Zugang zur Bildenden Kunst.

Das Spiel zwischen Licht und Schatten sei es gewesen, das Barbara Lichtenegger (31) abgesehen von vielen anderen Facetten der Malerei schon immer an der Bildenden Kunst fasziniert habe. „Außerdem steckt das Wort “Licht„ ja auch in meinem Nachnamen“, schmunzelt die Künstlerin. Es folgte ein Studium an der Kunstuniversität in Linz, das Lichtenegger 2012 abgeschlossen hat.

Auslandssemester „sehr prägend“

„Sehr prägend war für mich in dieser Zeit mein Auslandssemester an der Academie Minerva in den Niederlanden. Dort habe ich täglich mit internationalen Künstlern in einem Atelier gearbeitet und meine Malereien weiterentwickelt. Der Austausch mit Studenten aus New York, Italien, Spanien, den Niederlanden und Finnland hat meine Denkweise zur Malerei stark geprägt“, erklärt Lichtenegger, die abgesehen von dem Kunststudium auch ein Studium im mathematischen Bereich an der Johannes Kepler Universität abgeschlossen hat.

Fokus auf Ölmalerei

Der Fokus von Lichteneggers Arbeit liegt vorwiegend auf Ölmalerei. „Dennoch bin ich verschiedenen – auch modernen – Techniken gegenüber offen eingestellt“, so die Künstlerin. Gerade die Ölmalerei besteche aber durch ihre „immense Farbbrillanz“ und die Möglichkeit des Auftragens von Öl auf die Leinwand, wodurch der Pinselstrich noch deutlich erkennbar bleibe. „Dadurch erhält jedes Ölbild eine einzigartige Struktur beziehungsweise eine Oberfläche mit verschiedenen Höhen und Tiefen, die ich als sehr faszinierend erachte.“

Licht und Natur

Licht und Natur spielen eine große Rolle in Lichteneggers Werken. „Ich kreiere meine Ölmalereien sowohl im Atelier als auch vor Ort in der Natur. Licht spielt schon lange eine große Rolle. Wenn ich mit meinen Pinseln und Ölfarben direkt in der Landschaft male, wird jedes Mal wieder deutlich, dass die Natur stets ihr Erscheinungsbild ändert. Dabei ist nicht nur die jeweilige Tages- oder Wettersituation ausschlaggebend, sondern auch die Jahreszeit. Während der Herbst die lebhaftesten Farben hervorbringt, wirkt der Winter oft kühl und unbelebt.

“Natur spielt mit dem Licht„

Vor allem aber auch die unterschiedlichen Lichtsituationen formen die Natur in jedem Augenblick neu. Oder in anderen Worten ausgedrückt: Die Natur spielt ständig mit dem Licht“, erklärt Lichtenegger. Die junge Künstlerin verfolgt das Ziel, für sie faszinierende Motive wie etwa Landschaften oder Portraits mit Pinsel und Öl einzufangen. „Dadurch kreiere ich eine einzigartige Version, imitiere jedoch keine Fotografie“, so Lichtenegger.

Ölmalerei trifft 3D-Druck

Abgesehen von der traditionellen Öltechnik bedient sich die Künstlerin auch innovativer Technologien wie etwa des 3D-Druckes. „Ich habe ein neuartiges Verfahren angewandt, um meine Ölgemälde in 3D-Drucke zu transformieren. Diese habe ich letzten Sommer bei der größten internationalen Mathematik-Kunst-Konferenz namens “Bridges„ in Linz erstmals präsentiert. Ich kreierte mit einer Software ein 3D-Modell eines von mir gemalten Werkes, das aus zahlreichen Schichten besteht.

Neuartiges Spiel mit Licht und Dunkelheiten

Ein Spezifikum dieser gedruckten Platte ist es, dass sie aus unterschiedlichen Dicken besteht und hinterleuchtet wird. Die dünnen Stellen erlauben es, dass das Licht durchscheinen kann und ergeben die hellen Stellen in der Komposition. Die dicken Schichten sind nicht lichtdurchlässig, wodurch Dunkelheit in der Arbeit dargestellt werden kann. Variiert man die einzelnen Schichten der jeweiligen Platte, entsteht ein neuartiges Spiel mit Licht und Dunkelheiten“, so Lichtenegger.

Ausstellung in Seitenstetten

Die hinterleuchteten 3D-Drucke sind Lichtenegger zufolge durch zahlreiches Experimentieren mit Licht entstanden und gaben den Anlass, die Ausstellung mit „LICHT.SPIELE“ zu betiteln. Sie wird in Seitenstetten von Franz Moser eröffnet und von Andreas Weiss auf dem Saxophon musikalisch umrahmt.

Vernissage LICHT.SPIELE

Fr., 17. Jänner, 19.30 Uhr

Bildungszentrum Seitenstetten

Zu sehen bis 21. Februar 2020

Infos: barbaralicht.com

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