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SIERNING. Die St. Ulricher Historikerin Ines Bernt-Koppensteiner präsentiert am Sonntag, 21. Februar, 19 Uhr das Buch über die Todesmärsche 1945 im Gemeindesaal Sierning. Bereits um 18.30 Uhr findet am Friedhof ein Gedenken an die Opfer statt.

Ines Bernt-Koppensteiner
Ines Bernt-Koppensteiner

Sierning war ein Schauplatz der Todesmärsche. Nicht nur durchs Enns-tal kamen im März 1945 Transporte ungarischer Juden nach Steyr. Vom Kremstal kommend schleppten sich am 19. April 800 bis 1000 entrechtete, ausgehungerte Menschen von Adlwang über Sierning bis Steyr und am nächsten Tag weiter nach Mauthausen. Als sie in Sierning ankamen, waren sie den 13. Tag unterwegs – meist ohne Verpflegung. Mindestens zehn Juden wurden wegen „Marsch-unfähigkeit“ erschossen. „Akten des Volksgerichts Linz geben einen tiefen Einblick in den Umgang von Gendarmerie und Volkssturm von Bad Hall mit diesen erbarmungswürdigen Menschen“, sagt Autorin Ines Bernt-Koppensteiner. Von den Tragödien, die sich abspielten, erzählt sie bei der Buchpräsentation „nirgendwohin. Todesmärsche durch Oberösterreich 1945. Eine Spurensuche in die Zukunft“. Mit dabei sind die Koautoren Waltraud Neuhauser-Pfeiffer und Erwin Dorn. Zur regen Diskussion wird eingeladen.


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