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Sicherheitsbericht der Simbacher Polizei zeigt 2025 einen Rückgang an Straftaten

Sabrina Antlinger, 16.07.2026 09:03

SIMBACH. Die Zahl der Straftaten ist 2025 erneut gesunken, wie die Polizeiinspektion Simbach unter der Leitung von Michael Diem in ihrem jüngsten Sicherheitsbericht veröffentlicht. Dieser zeigt: Die Region bleibt im bayernweiten Vergleich sicher, die Aufklärungsquote liegt über dem Landesdurchschnitt. Zugleich nehmen Betrugsdelikte deutlich zu und auch die Grenzlage prägt die Polizeiarbeit weiterhin spürbar.

Dienststellenleiter von Simbach Michael Diem (l.) und sein Stellvertreter Andres Weigl (r.) sowie Tobias Moldaschl (Polizist oben) mit den Bürgermeistern des Dienstbereichs der Polizei Simbach (Foto: Madl)

Für die Stadt Simbach und die acht betreuten Gemeinden Ering, Julbach, Kirchdorf, Reut, Stubenberg, Tann, Wittibreut und Zeilarn registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 886 Straftaten ohne ausländerrechtlichen Bezug – 59 weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 6,2 Prozent. Damit blieb die Region zum zweiten Mal in Folge deutlich unter der Marke von 1.000 Straftaten. Inklusive ausländerrechtlicher Verstöße sank die Gesamtzahl sogar von 2.080 auf 1.533 Fälle, was einem Minus von 26,3 Prozent entspricht. Im Zuständigkeitsbereich leben 30.684 Menschen, die meisten davon in der Stadt Simbach mit 10.261 Einwohnern.

Ein besonders wichtiger Wert ist die Aufklärungsquote: Von den 886 Straftaten konnten 662 geklärt werden. Das ergibt 74,7 Prozent – etwas weniger als im Vorjahr (76,3 Prozent), aber weiterhin über dem niederbayerischen Schnitt von 71,2 Prozent und deutlich über dem bayernweiten Wert von 66,0 Prozent. Auch die sogenannte Häufigkeitszahl fällt positiv aus: Mit 28,87 Straftaten pro 1.000 Einwohner liegt der Bereich der Polizeiinspektion Simbach unter Niederbayern und klar unter Bayern gesamt. 

Spürbar zurückgegangen sind Delikte, die das Sicherheitsgefühl besonders beeinflussen: Die Straßenkriminalität sank von 97 auf 88 Fälle, die Gewaltkriminalität von 34 auf 27 Fälle. Dennoch musste die Polizei drei versuchte Tötungsdelikte bearbeiten – alle Opfer überlebten, alle Fälle wurden aufgeklärt. Die Aufklärungsquote bei Gewaltdelikten lag bei 94,1 Prozent. 

Nicht überall zeigt die Kurve nach unten. Deutlich zugenommen haben Betrugsdelikte: 96 Fälle wurden 2025 registriert, 23 mehr als im Jahr zuvor – ein Plus von 31,5 Prozent. Größter Block war dabei Betrug mit rechtswidrig erlangten unbaren Zahlungsmitteln mit 53 Fällen. Aber auch hier blieb die Aufklärungsquote mit 90,6 Prozent sehr hoch. 

Rückgänge meldet der Bericht bei Diebstählen, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Die Diebstahlskriminalität sank auf 164 Fälle, darunter 47 Ladendiebstähle und 20 Fahrraddiebstähle. Körperverletzungen gingen von 117 auf 102 Fälle zurück, Sachbeschädigungen sogar von 101 auf 71. Der dabei erfasste Schaden lag dennoch bei knapp 68.000 Euro.  

Eine besondere Rolle spielt weiterhin die Grenzlage. Verstöße gegen Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsrecht gingen stark zurück: 647 Fälle wurden 2025 registriert, 488 weniger als 2024. Die Grenzpolizeigruppe bearbeitete 108 Straftaten, das sind 36,7 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Bei Kontrollen gab es außerdem 130 Personenfahndungstreffer, 28 Personen wurden festgenommen.  

Innerhalb des Dienstbereichs zeigen sich deutliche Unterschiede. Als rechnerisch sicherste Gemeinde geht aus dem Sicherheitsbericht Wittibreut mit 10,31 Straftaten pro 1.000 Einwohner hervor, knapp vor Reut und Stubenberg. Am höchsten liegt die Belastung in Simbach mit 44,93, gefolgt von Kirchdorf. Der Bericht verweist in diesem Zusammenhang auch auf die stark frequentierten Grenzübergänge und die Bundesstraße B12. Entlang dieser wichtigen Durchgangsachse sowie an den Grenzübergängen führen Landespolizei, Bundespolizei und Bayerische Grenzpolizei regelmäßig Kontrollen und Schleierfahndungen durch, wodurch vor allem Kontrolldelikte und grenzbezogene Aufgriffe in Simbach und Kirchdorf stärker ins Gewicht fallen. 


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