„Hammermäßig“: Dancing Stars debütieren am Wiener Opernball
SIPBACHZELL/WELS/WIEN. Wenn es am 28. Februar „Alles Walzer“ heißt, dann können Maria und Christoph Santner erst einmal ordentlich durchschnaufen. Denn dann haben die 144 Debütanten-Paare unter Ägide des Geschwisterpaares die Eröffnungs-Choreografie am Wiener Opernball sicher mit Bravour bewältigt.

Dass die jungen Welser Tanzschulbetreiber den weltberühmten Ball eröffnen dürfen, ist keine Selbstverständlichkeit, auch wenn Maria Santner die Show „Dancing Stars“ gewonnen hat. Ein bisschen geholfen hat diese TV-Präsenz den Sipbachzellern allerdings schon. Opernballorganisatorin Maria Großbauer kannte die Santners von „Dancing Stars“ und dem ORF-Fernseh-Tanzkurs.
Streng geheim
„Sie hat einfach bei uns angefragt und das ist eine Riesenehre“, strahlt Maria Santner. Bei einem ersten Gespräch im Juni 2018 war man sich sofort sympathisch und „nach zwei Wochen bekamen wir die Zusage“, erzählt die Tanzlehrerin, dass bis zur Pressekonferenz im Herbst alles streng geheim bleiben musste. „Es ist etwas Besonderes, weil wir eine Tanzschule aus einem Bundesland und sicher auch die jüngsten bisher sind“, ist Santner zu Recht stolz – auch wenn das Engagement natürlich eine große Verantwortung ist.
Drei Teile der Eröffnung
Wichtig zu wissen ist, dass die Eröffnung aus drei Teilen, dem Einzug, der Choreografie und dem Walzer besteht. Einzug und Walzer macht Tanzlehrer Dominik Truschner. Für frischen Wind bei der Choreografie setzt Großbauer 2019 auf die Tanzschule Santner. Und den frischen Wind gibt es auch, denn: „Es wird erstmals beim Opernball eine Hebefigur geben“, sprüht Maria Santner vor Begeisterung. „Es ist irrsinnig spannend von der Struktur her, weil in sechs Trainings die komplette Choreo sitzen muss“, erklärt die 32-Jährige. Damit es auch keine Änderungen mehr gibt, haben die Welser Tanzschulbetreiber stundenlang gearbeitet und zum vorgegebenen „Rettungsjubelmarsch“ von Johann Strauss einen Tanz geschaffen.
Höhepunkt der Ballsaison
Seit Mitte Oktober wissen auch die Debütanten, dass sie die Ehre haben, den gesellschaftlichen Höhepunkt der Ballsaison im Wiener Fasching eröffnen zu dürfen. Rund 50 Paare kommen aus Wien, 50 aus den Bundesländern und 50 sind international und deshalb nur bei drei Trainings dabei.
Erste Probe absolviert
Los ging es vergangenen Sonntag mit der ersten Probe. Am Wochenende vor dem Ball wird dann richtig hart, jeweils sechs bis sieben Stunden, trainiert. „Sonst ginge das nicht in drei Proben“, weiß Maria Santner, die eigentlich auch Opernball-Debütantin ist. Durch die Teilnahme an Dancing Stars und früher an den vielen Tanzturnieren war den Geschwistern Santner bisher noch kein Besuch am Opernball vergönnt. Bei ihrer Premiere sind neben Lebensgefährte Marco Angelini und Ehefrau Bettina auch noch zwei Tanzlehrerinnen und zwei Tanzlehrer dabei. „Es ist ein kleines Team, das wir mitnehmen, aber die sind top drauf“, ist Santner stolz. Besonders freut sie sich auch darüber, dass „Christoph und ich alle sechs Mitternachtsquadrillen ansagen dürfen. Das ist hammermäßig“, strahlt die Vollblut-Tänzerin.


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