Bürgermeister Aegidius Exenberger: Neue Radwege in Spital am Pyhrn
SPITAL AM PYHRN. Bürgermeister Aegidius Exenberger ist seit 2003 Bürgermeister in Spital am Pyhrn. Mit Tips sprach er über aktuelle Projekte und Herausforderungen.

Tips:Das Thema Wohnbau spielt in Spital am Pyhrn eine große Rolle, was tut sich aktuell?
Aegidius Exenberger: In der Siedlung „Mit der Sonne wohnen“ sind weitere elf Bauparzellen fertig gewidmet. Nun wird die Infrastruktur errichtet, damit sie bis in den Herbst verkauft werden können. Zudem planen wir mit der LAWOG den Bau eines weiteren Wohnhauses – voraussichtlich zwölf Wohneinheiten mit 50 bis 75 Quadratmeter. Dafür suchen wir noch ein Grundstück.
Tips:Welche touristischen Angebote werden derzeit entwickelt?
Exenberger: Wir beschildern die Dr. Vogelgesang-Klamm mit neuen Informationstafeln. Wir werden heuer die Eröffnung mit 1. Mai nicht schaffen, der Schnee hat zu viele Schäden angerichtet. Aber sobald wir fertig sind, werden wir es medial bekanntgeben.
Tips:Gibt es neue Wege für Radfahrer und Mountainbiker?
Exenberger: Wir haben die Panoramarunde ausgehend vom Hallenbad beschildert. Die Strecke geht rauf bis zur Bosruckhütte und zum Rohrauerhaus und weiter Richtung Oberweng und Gowilalm. Die Verbindung Wurzeralm Talstation, den Gewässerlehrpfad entlang, bis nach Spital am Pyhrn ist auch fertig. Heuer bauen wir einen ca. vier Kilometer langen Radweg zwischen Spital am Pyhrn und Edlbach entlang der Eisenbahnstrecke, damit die Kinder, wenn sie zum Badesee fahren, nicht auf der Bundesstraße B138 fahren müssen. Ziel ist die Fertigstellung bis 19. Mai, anlässlich der Radwegeröffnung in Klaus.
Tips:Wie geht es bei den Plänen fürs Hallenbad voran?
Exenberger: Seit 15 Jahren setze ich mich dafür ein, dass beim Hallenbad etwas passiert. Am Anfang war es noch in einem zu guten Zustand. Eine Frechheit ist, dass wir uns mit Kirchdorf und Windischgarsten zusammenreden müssen. Laut Land Oberösterreich, Büro Landesrat Max Hiegelsberger, dürfe es nur ein kommunales Bad geben.
Tips: Wird noch etwas gebaut?
Exenberger: Aufgrund von Wasserqualitätsproblemen müssen wir heuer noch eine UV-Anlage für die Quelle am Pyhrnerkogel bauen. Seit sieben Jahren versuchen wir als Gemeinde, ein nachhaltiges Kraftwerk beim Klammbach zu bauen. Meine Vision ist es, aus dem produzierten Strom Wasserstoff für den energieautarken Betrieb des Bauhofes zu erzeugen und aus dem Wärmeabfall das Hallenbad zu heizen. Leider gibt es ein zweites ähnliches Projekt und bis heute gibt es keine Entscheidung vom Gericht, wem das Wasserrecht zugesprochen wird.
Tips:Wie sieht es im Bereich der Kinderbetreuung aus?
Exenberger: Wir haben heuer Anmeldungen für neun Kinder unter drei Jahren und für diese müssen wir eine neue Gruppe schaffen. Leider sind keine Tagesmütter mehr verfügbar, deshalb müssen wir uns als Gemeinde etwas für die Betreuung der Kinder überlegen. Die Caritas unterstützt eine Krabbelstube, wenn sich die Gemeinde dazu entschließt, diese zu finanzieren. Im Schulgebäude gäbe es einen Raum dafür. Die Pläne dafür werden im Juni dem Gemeinderat vorgelegt.


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