Konzept für Skitourengeher in der Pyhrn-Priel Region auf die Spur gebracht
PYHRN-PRIEL. In der Pyhrn-Priel-Region werden derzeit die ersten Maßnahmen eines neuen Skitouren-Pilotprojekts umgesetzt. Das über den Sommer am Runden Tisch entwickelte Konzept soll sowohl die Parkplatzsituation am Pyhrn-Pass regeln, als auch ein verantwortungsbewusstes Verhalten im freien Gelände aufzeigen.

Das Skitourengehen abseits der präparierten Pisten ist sehr beliebt. Das Tote Gebirge und das Sengsengebirge gelten als populäre und bekannte Ziele. Durch die steigende Nutzung des Naturraumes gehen jedoch für heimische Wildtiere wertvolle Ruhegebiete verloren. Außerdem entstehen durch das Befahren von Aufforstungsflächen vor allem in Schutzwaldgebieten irreparable Schäden. Doch gerade in der nahrungsarmen Winterzeit sind Ruhegebiete für das Wild überlebensnotwendig – ebenso wie intakte Schutzwälder, die Menschen und Siedlungsgebiete vor Naturgefahren wie Schnee- oder Gerölllawinen schützen.
Steuerungsgruppe ins Leben gerufen
Um den Interessen der Tourengeher ebenso gerecht zu werden wie denen des Naturschutzes sowie der Grundeigentümer, Jäger und Förster, wurde eine Steuerungsgruppe ins Leben gerufen. Im Auftrag des TVB Pyhrn-Priel und unter der Projektsteuerung der Österreichischen Bundesforste wurden gemeinsame Maßnahmen entwickelt.
Gebührenfreier Parkplatz
Ab Anfang Dezember finden Tourengeher einen beschilderten und gebührenfreien Parkplatz am aufgelassenen Stützpunkt der Straßenmeisterei am Pyhrn-Pass. Er dient als Ausgangs- und Endpunkt von Skitouren in Richtung Lahnerkogel und Angerkogel und bietet Platz für rund 25 Fahrzeuge. Ein weiterer Parkplatz ist im Bereich der Hintersteineralm vorgesehen und soll im Winter 2020/21 realisiert werden.
Damit sich Mensch und Tier „nicht ins Gehege kommen“
Darüber hinaus sind weitere Aktionen geplant, die sich an der Kampagne „Respektiere deine Grenzen“ des Landes Vorarlberg orientieren. Damit sich Mensch und Tier „nicht ins Gehege kommen“, setzt man dort auf Schutzzonen, die sowohl auf Hinweisschildern als auch im entsprechenden Kartenmaterial markiert sind. Für den Freizeitsportler wird so ersichtlich, welche Gebiete es zu meiden gilt.
Grenzen respektieren
Außerdem soll auf zielgruppengerechtes Aufklärungs- und Dokumentationsmaterial gesetzt werden. Hierfür legten der Forstdienst des Landes Oberösterreich sowie der OÖ. Landesjagdverband den Folder zur Kampagne „Respektiere deine Grenzen“ neu auf.


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