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ST. AEGIDI. Im Agenda-Prozess der Gemeinde St. Aegidi kristallisierte es sich heraus: „Arbeitsraum zu schaffen“ – und zwar im Wortsinn – ist ein Gebot der Stunde.

Die Arbeitsgruppe bei der Projekt-Vorstellung im Gemeinderat Foto: Gemeinde St. Aegidi
Die Arbeitsgruppe bei der Projekt-Vorstellung im Gemeinderat Foto: Gemeinde St. Aegidi

Immer öfter könnte auch von zu Hause gearbeitet werden, nur fehlt es meist am geeigneten Platz und der nötigen Infrastruktur, wie ein leistungsfähiges Internet und moderne Drucker und Kopierer.

Co-Working im neuen Amtsgebäude

Der geplante Neubau des Amtsgebäudes eröffnet Chancen, Arbeitsplätze einzurichten. Also machte sich eine Gruppe motivierter junger Leute unter dem Namen „Landspinnerei“ an die Arbeit und erarbeitete in etlichen Sitzungen, wie diese Idee verwirklicht werden könnte. Die Veränderung der Arbeitsformen mit Computerarbeit und Digitalisierung erlaubt es, die Arbeit zum Menschen zu bringen und diese Chance zur Regionalisierung sollte genützt werden. Aber auch die Nutzer und Mieter dieser Büros und Arbeitsräume haben einen enormen Mehrwert: Sie können einen professionellen Home-Office-Arbeitsplatz nutzen, der in unmittelbarer Wohnungsnähe ist. Abgesehen von einer professionellen Infrastruktur bietet dieses Co-Working-Netzwerk aber auch eine Gemeinschaft und damit die Gelegenheit, Veranstaltungen zu organisieren und Dienstleistungen anzubieten. Darüber hinaus bietet eine gewisse räumliche Trennung zwischen Arbeit und Freizeit auch für den Arbeitnehmer weniger Stresspotential.

Zahlreiche Vorteile

Durch Arbeitsmöglichkeit mitten im Ort ergibt sich eine Belebung des Ortskernes, es steigert die Lebensqualität und mit der Attraktivierung des Wohnraumes ist mit einem positiven Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung zu rechnen. Die Sicherung und Erweiterung der Infrastruktur am Land ist, so wie die Förderung der lokalen Wirtschaft und der Nahversorgung, ein weiterer Pluspunkt, wenn junge, gut ausgebildete Menschen die Möglichkeit haben, von St. Aegidi aus arbeiten zu können. Synergien ergeben sich aber auch für die Gemeinde und die Gemeindeverwaltung. So können zum Beispiel Räumlichkeiten wie der Sitzungssaal als Besprechungsraum für Co-Worker mehrfach genutzt werden. Auch für Sozial- und Sanitäranlagen bietet sich eine Mehrfachnutzung an.

Vereinsgründung

Um von der Idee auch zur Umsetzung zu kommen, wird nun ein Verein zur „Förderung von Leben und Arbeit am Land“ gegründet und der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung die Aufnahme von Co-Working-Flächen in das Raumprogramm des neuen Gemeindeamtes einstimmig beschlossen.


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