Wie sich in über 500 Kilometern von der Heimat ein Lebenstraum erfüllte
ST. AGATHA. Eine Wuschelfrisur, Knopfaugen und ein unglaublich weiches Fell - es ist ganz schwer, Alpakas nicht ins Herz zu schließen. Seit März ist die Gemeinde St. Agatha um 67 dieser flauschigen Einwohner reicher. Die beiden Schweizer Lisa und Hans Stocker haben sich in der Hausruckgemeinde ihren Lebenstraum erfüllt und betreiben seit März eine Alpakafarm.

„Man sollte Alpakas nicht zu lange in die Augen schauen, man verliebt sich“, erzählt Lisa Stocker, die gemeinsam mit ihrem Mann Hans aus der Schweiz kam, um sich in der Hausruckgemeinde ihren Lebenstraum zu erfüllen. In ihrer Heimat am Oberen Zürichsee haben sie ihre Zelte abgebrochen, um in mehr als 500 Kilometern Entfernung zu leben. In St. Agatha wurden sie und 67 Alpakas heimisch und von den Agathensern mit offenen Armen empfangen. Auf fünf Hektar Weidefläche können sich die flauschigen Tiere nun austoben. „Für uns ist ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen, mit so tollen Tieren an einem so tollen Platz leben zu dürfen“, so Lisa Stocker. „Ja, für uns ist Oberösterreich zu einem Land der Möglichkeiten geworden, wo wir einen Teil unserer Träume weiterführen können. In der Schweiz einen Hof in dieser Art und Größe zu bekommen, ist ein Ding der Unmöglichkeit“, erklärt Hans Stocker. Generell gäbe es in Oberösterreich viele Parallelen zu der Schweiz. Das Wesen und die Art der Menschen seien ähnlich. „Wir haben sofort gefühlt, dass wir willkommen sind“, erzählt Lisa Stocker.
Vor 22 Jahren verliebt
Ihre ganz persönliche Liebe zu den Alpakas hätte sie vor 22 Jahren entdeckt. Damals reiste die Schweizerin nach Peru, um von den Alpakazüchtern auf 5000 Metern Höhe ihre ersten Tiere auszusuchen. Mit einer Anfangsherde von fünf Alpakas kam sie ihrem Traum immer näher. Heute sind es 67 Tiere, die zum Teil aus Südamerika oder Australien stammen. Mit zwei großen Pferdetransportern wurden die Tiere von der Schweiz zu ihrem neuen Zuhause in St. Agatha gebracht. Und Lisa Stocker kennt ihre Tiere alle beim Namen. Heute hoppeln schon die ersten ersten Österreicher über die Weide. Einige der Alpakastuten brachten ihren Nachwuchs bereits in St. Agatha zur Welt. Der erste von ihnen wurde „Mayerhofer“ genannt. Denn als erster Besitzer des Hofes scheint im Jahr 1593 ein Mathias Mayerhofer auf.


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