Wenn das Schicksal mit voller Härte zuschlägt
ST. AGATHA. Der kleine Bence Deli liebt es mit seinen Freunden herumzutollen oder Fahrrad zu fahren. Er ist ein aufgewecktes, und fröhliches Kind - das war vor zwei Jahren. Heute kann der Zehnjährige nicht mehr gehen oder sprechen. Beim Essen verkrampft er sich, kann kein Glas mehr halten. Bence wird heute durch eine Magensonde ernährt.

Er begann zu zittern, konnte beim Radfahren kaum mehr Gleichgewicht halten. Er konnte sich nichts mehr merken und tat sich beim Gehen schwer. Innerhalb von zwei Jahren wurde der Junge zum Pflegefall. Bence hat eine seltene Krankheit, die bei Kindern erst nach ein paar Lebensjahren auftreten kann. Die Familie ist verzweifelt. Die Ärzte ratlos. Es gäbe keine Hilfe. Nach ersten Erkenntnissen leide der Junge an „Leukodystrophie“, einer Genkrankheit, die tödlich endet. Der Zehnjährige hat vielleicht noch eineinhalb Jahre zu leben. Es gibt derzeit keine Therapien, die helfen könnten.Der Vater von Bence, Csaba Deli, arbeitet seit September 2014 bei der Firma Haider in St. Agatha. Jedes Wochenende fährt der 44-Jährige in seine sechs Stunden entfernte ungarische Heimat Egyek, um für seine Familie da zu sein. Seine Frau musste ihre Arbeit als Kindergärtnerin aufgeben, um Bence pflegen zu können. Bences Vater arbeitet hart, damit seine Familie Geld zum Überleben hat. Das Schicksal ihres ungarischen Arbeitnehmers berührte Sabine Haider sehr. Sie beschloss, der Familie helfen zu wollen und richtete ein Spendenkonto ein. „Voriges Jahr hat er es uns erzählt. Er war komplett am Boden. Es war herzergreifend. Obwohl man den Buben gar nicht kennt. Wir haben mit einigen Ärzten geredet, aber es gibt keine Hilfe. Es ist einfach schlimm, wenn man nichts tun kann. Vielleicht können wir ihm irgendwie helfen“, erklärt Sabine Haider. Mit dem Geld sollen Umbauarbeiten oder Möglichkeiten zur Erleichterung der Pflege von Bence geschaffen werden, da das Haus der Delis nicht für einen Pflegefall ausgerichtet ist. Das Bad ist viel zu klein, um mit dem Rollstuhl hineinfahren zu können. Um Bence zu duschen, muss er erst über die Treppe ins Obergeschoss getragen werden – eine enorme Herausforderung für Bences Mutter, die sich unter der Woche alleine um den Zehnjährigen kümmert. „Es können sich auch gerne Menschen melden, die sich in diesem Bereich auskennen und Möglichkeiten wissen, wie man die Familie bei der Pflege unterstützen kann“, so Haider.
SPENDENKONTO Bence
IBAN:AT66 3452 1000 0003 9446


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