Mit Pfeil und Bogen: Bogenschütze Andreas Gstöttner aus St. Christophen über Disziplin und Erfolge

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Michaela Aichinger Michaela Aichinger, Tips Redaktion, 05.10.2017 20:00 Uhr

SANKT CHRISTOPHEN. 2017 gelang Bogenschütze Andreas Gstöttner der Sprung in die Top 100 der Welt. In wenigen Tagen steht die WM in Mexiko auf dem Programm. Tips sprach mit dem 20-jährigen Talent über die Faszination hinter dem Sport, über Erfolge, Disziplin und Pläne.

Seit nunmehr elf Jahren nimmt Andreas Gstöttner regelmäßig Pfeil und Bogen in die Hand. „Ich habe 2006 bei meinem Onkel Gottfried Daxböck mit dem Bogenschießen begonnen“, erinnert sich Gstöttner und betont: „Mich fasziniert die Perfektion hinter jedem einzelnen Schuss. Und die mentale Stärke, die man für ein Turnier aufbringen muss, um es zu gewinnen.“ Zu den sportlichen Höhepunkten zählen für den Bogenschützen der 9. Platz beim World Cup in Berlin und der 5.Platz bei der Europameisterschaft Junior. Derzeit befindet sich Gstöttner auf Platz 56 der Weltrangliste.

Auf nach Mexiko

„Bei der kommenden Weltmeisterschaft in Mexico City möchte ich unter die Top 20 kommen“; definiert der 20-Jährige sein nächstes Ziel. Abgesehen davon sind die Weltmeisterschaft Indoor 2018 und die Europameisterschaft 2018 Gstöttners kommende Stationen. Damit die Bewerbe auch von Erfolgen gekrönt werden, ist konsequentes Training erforderlich. „Ich absolviere zweimal pro Woche Ausdauer-Training sowie zweimal pro Woche Kickboxen als Ausgleichssport. Dreimal pro Woche trainiere ich in der Kraftkammer und fünf Stunden pro Tag schieße ich“, erklärt der Sportler, der sich bei der Ausübung des Bogensports für die Recurve-Disziplin (siehe Infobox) entschieden hat. „Recurve ist die einzige olympische Disziplin. Sie ist sozusagen die Königsdisziplin im Bogensport mit der meisten Konkurrenz“, betont Gstöttner.

Die Weltspitze erreichen

Als größtes Ziel nennt Gstöttner die Teilnahme an den olympischen Spielen und das Erreichen der Weltspitze. „In weiterer Zukunft möchte ich eine Trainer-Ausbildung machen, um den Nachwuchs in Österreich zu fördern. Derzeit bin ich beim Heeressport tätig, aber nach meiner Karriere möchte ich als Ergotherapeut arbeiten“, erklärt der 20-Jährige, der darauf verweist, dass Bogenschießen in Österreich zwar eine Randsportart ist, die aber viele Sportler stellen kann. „Das Interesse für den Sport ist zwar groß, aber großteils nur im Breitensport-Sektor. Der Leistungssport ist nur ein kleiner Bereich, der leider oftmals mit dem Breitensport in einen Topf geworfen wird. Daher ist nicht jedem bewusst, wie zeitaufwendig und kraftraubend Bogensport im Spitzensportbereich ist“.

Bogenschießen

Das Bogenschießen diente zu Beginn der Menschheit der Nahrungsbeschaffung, in späteren Jahren der kriegerischen Auseinandersetzung. Heute dient es sportlichen, therapeutischen und meditativen Zwecken. Seit 1972 ist Bogenschießen wieder olympische Disziplin, allerdings nur mit dem Recurvebogen, bei dem die Wurfarme zurückgebogen sind. Dabei wird auf Zielscheiben in 70 Metern Entfernung geschossen. In den letzten Jahren hat sich das 3D-Schießen auf Kunststofftiere etabliert und ist sowohl im Leistungssport als auch im Breitensport zu finden.

Der Österreichische Bogensportverband versucht, sowohl dem Leistungs- als auch dem Breitensport Entsprechendes anzubieten. Gerade im Leistungsbereich hat Österreich bei Weltmeisterschaften Spitzenplätze belegt. Dies auch in der olympischen Disziplin zu erreichen, gilt als Bestreben der nächsten Jahre.

 

Quelle: www.oebsv.com

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