St. Florianer eröffnet Schule in Nepal nach schwerem Erdbeben
ST. FLORIAN. Ein ganz besondererMoment wurde fünf Florianernim kleinen, nicht einmal300 Einwohner zählenden nepalesischenBergdorf Mojo imEverestgebiet zuteil: nach fasteinjähriger Bauzeit wurde am11. November, in einer feierlichenEröffnungszeremonie, dieneue fünf-klassige Grundschuleeröffnet.

Unter der Leitung des nepalerfahrenen Manfred Ehrengruber startete am 27. Oktober eine Zwölf-Köpfige Trekkingruppe aus St. Florian in Richtung Nepal, genauer: nach Kathmandu. „Vorbei an der 8000er-Szenerie Neapels (Everest, Lhotse oder Cho Oyu) landeten wir nach einem atemberaubenden Flug in Lukla“, erzählt Ehrengruber. Dort startete und endete die neuntätige Trekkingtour – dazwischen stand die Gruppe auf dem 5360 Meter hohen Gokyo Ri, überquerte den 5375 Meter hohen Cho La-Pass und besichtigte bekannte Klöster wie Dingpoche und Pangpoche. Aber alles der Reihenach.
Ein Rücklblick
Um die Mittagszeit des 25. April 2015 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,8 Teile Nepals. Über 8000 Tote, zerstörte Dörfer, Krankenhausstationen und Schulen waren die tragische Folge. Mittendrin war Manfred Ehrengruber, der den Albtraum dank vieler Schutzengel überlebt hat. Wieder zuhause angekommen, organisierte er eine Spendenaktion. Gemeinsam mit Dietmar Bibl vom Lions Club Gallneukirchen wurde auch ein Vortrag zusammengestellt und mit unermüdlichem Einsatz ein Großteil des etwa 85.000 Euro teuren Schulneubaus eingespielt. Etwa 20 Prozent seien noch ausständig.
Der große Moment
Am 11. November war es dann soweit: im Beisein zahlreicher Oberösterreicher – darunter die 8000er-Rekordfrau Gerlinde Kaltenbrunner – wurde die neue Schule in Monjo ihrer Bestimmung übergeben. Ansprachen, Ehrungen sowie Gesang- und Tanzvorführungen quer durch die nepalesische Volkskultur sowie einer Darbietung der von der oö. Judokerin Sabrina Filzmoser gegründeten Judogruppe, machten die Eröffnung zu einem ganz besonderen Fest.
Nächstenliebe
„Es ist schon ein tolles Gefühl, in diesem tollen Land Gast zu sein und zu wissen, dass man einigen Kindern, die nicht gerade auf die Sonnenseite des Lebens gefallen sind, zur Möglichkeit der Bildung verholfen zu haben. Ich möchte mich auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich bei all jenen bedanken, die dieses Projekt ermöglicht haben. Nämlich den Spendern“, sagt Ehrengruber abschließend.


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