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LANGENSTEIN/LUFTENBERG/ST. GEORGEN. Vergangenen Freitag diskutierten die Bürgermeister Hilde Prandner, Christian Aufreiter und Erich Wahl gemeinsam mit Vertretern der Volkshilfe, Pfarre, Volkshochschule, des Arbeitskreises Integration St. Georgen und einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin im Johann Gruber Pfarrheim ihre Vorschläge, wie Integration auf kommunaler Ebene gelingen kann.

Integration ist in den drei Gemeinden zur Grundhaltung geworden. "DANKE" von Marsie Karimi und Munjid Ali (Irak) an Monika Weilguni (Pfarre), Andrea Wahl (AK Integration), Katharina Starzer (Volkshilfe), Sophie Pellegrini (ehrenamtliche Kursleiterin), Robert Nirnberger (VHS) und die Bürgermeister Aufreiter, Prandner und Wahl.

Dabei wurde auf die Dringlichkeit einer umfassenden Zusammenarbeit deutlich hingewiesen.

Bei Integration spielt der Spracherwerb eine Schlüsselrolle, darin waren sich alle Beteiligten einig. Die Volkshochschulen im Bezirk konnten heuer, unterstützt mit  Fördergeldern des Landes bereits 22 Deutsch- und Alphabetisierungskurse anbieten. „Es war nur durch die Kooperation mit den Flüchtlingsbetreuern, deren Organisationen und den Gemeinden so kurzfristig möglich, sehr viel auf die Beine zu stellen,“ bedankte sich Robert Nirberger (VHS Perg) bei den Anwesenden.  In diesem Zusammenhang wurde auf die Wichtigkeit des Zusammenspiels von Haupt- und Ehrenamt hingewiesen. Dazu Sophie Pellegrine, Kursleiterin und ehrenamtliche Mitarbeiterin in Luftenberg: „ Bedauerlich ist, dass Asylbewerber, die schon länger auf ihren Bescheid warten und ein bestimmtes Level erreicht haben, nicht mehr gefördert werden. Es liegt in den Händen der Ehrenamtlichen, sie auf diese Prüfungen vorzubereiten.“ Hilde Prandner weist bei dieser Gelegenheit auf die Verantwortung der Gemeinden hin, die ehrenamtlichen Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen, damit ihnen „nicht die Luft ausgeht.“

Viele Erfolgsgeschichten

„Es gibt viele Beispiele über gelungene Integration, die hier angeführt werden könnten. Eines haben die Menschen, mit denen ich zu tun hatte jedoch gemeinsam: Die Integration in der Gemeinde und die sozialen Kontakte zu der Bevölkerung waren maßgeblich verantwortlich und haben den Grundstein dafür gelegt, in der Arbeitswelt oder im späteren Umfeld Fuß zu fassen,“ berichtet Katharina Starzer (Volkshilfe) aus der Praxis. Asylwerber dürfen nur sehr eingeschränkt im Rahmen von Projektarbeiten einer Tätigkeit nachgehen. „Sie helfen zum Beispiel am Bauhof mit oder im Seniorenwohnheim. Dadurch kommen sie in Kontakt mit anderen Menschen und können kleine Gespräche führen. Es wird niemandem Arbeit weggenommen: Da wird Arbeit geleistet, die sonst nicht geschieht,“ so Bürgermeister Wahl. 

Integration ist in den drei Gemeinden zur gelebten Grundhaltung geworden, das übergreifende Zusammenspiel mit den Betreuungseinrichtungen Selbstverständlichkeit. In laufenden Gesprächen werden anstehende Themen behandelt. „Das Zusammenwirken über gesellschafts- und parteipolitische Grenzen hinweg und die breite Vernetzung - Gemeinden, Vereine, Volkshilfe, Diakonie, Volkshochschule und Pfarre tragen zu einem positiven Miteinander und einer breiten Akzeptanz bei,“ fasst Monika Weilguni von der Pfarre St. Georgen/Gusen zusammen und lädt zu einem Begegnungscafe im Johann Gruber Pfarrheim ein.

Begegnungscafe

für die Bewohner  und Asylwerber der Gemeinden Langenstein, Luftenberg, St. Georgen/Gusen

Freitag 3. Juni 2016, 16 bis 18 Uhr

Johann Gruber Pfarrheim, 4222 St. Georgen/Gusen


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