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Gedenkdienstkomitee Gusen für polnischen Gedenkstättenoscar nominiert

Leserartikel Margarete Frühwirth, 15.11.2016 06:00

GUSEN/WARSCHAU. Im Rahmen einer Galaveranstaltung im Warschauer Königsschloss wurde dem Gedenkdienstkomitee Gusen vom polnischen Magazin DO RZECZY ein Ehrendiplom verliehen.

Bernhard Mühleder, Rudolf Haunschmied, Martha und Hannes Gammer. Bild: privat
Bernhard Mühleder, Rudolf Haunschmied, Martha und Hannes Gammer. Bild: privat

Unter dem Ehrenschutz des Präsidenten der Republik Polen, Andrzej Duda, zeichnet das auflagenstarke Politmagazin einmal jährlich besondere Leistungen zur Erinnerung an die leidvolle Geschichte Polens aus. Das diesjährige Ehrendiplom wurde an die Vorsitzende des Gedenkdienstkomitees Gusen, Frau Martha Gammer und das Komitee verliehen. Ziel des Gedenkdienstkomitees Gusen ist die Erinnerung an die Konzentrationslager von Gusen, in dem vor allem Menschen des politischen Widerstandes und polnische Juden ermordet wurden. Gusen wird von polnischen Historikern als das „Grab des Polentums“ bezeichnet.

Empfang im polnischen Kulturministerium

Bei dieser Ehrung wurde Martha Gammer von ihrem Gatten Hannes, dem Lokalhistoriker Rudolf A. Haunschmied und Bernhard Mühleder begleitet. Auf Einladung der Republik Polen besuchte die österreichische Delegation verschiedene Museen und Forschungseinrichtungen. Am Programm stand ein Empfang im polnischen Kulturministerium sowie ein Treffen mit den letzten polnischen Überlebenden der Konzentrationslager Gusen und Mauthausen. Das Gedenkdienstkomitee Gusen betreut seit mehr als drei Jahrzehnten die ehemaligen „Gusener“ bei ihrem Aufenthalt in Österreich. Außerdem widmet sich der Verein der wissenschaftlichen Erforschung und der didaktischen Vermittlung der Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagerkomplexes St. Georgen - Gusen - Mauthausen.


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