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Vom Projektmanager zum erfolgreichen Brötchenbäcker: Oliver Raferzeder ist brotsüchtig

Leserartikel Carina Panholzer, 09.08.2017 08:20

ST. GEORGEN/GUSEN/LINZ. Am Beginn seiner Bildungslaufbahn stand bei Oliver Raferzeder aus St. Georgen/Gusen die HTL für IT und Organisation. Damit schienen die Karrierepläne in Richtung Technik zu gehen. Aber es sollte ganz anders kommen: Heute backt er seine Brötchen in einer richtigen Backstube.

Ein großartiges Team, nicht nur in der Backstube: Stefan Faschinger und Oliver Raferzeder. (Foto: D. Derflinger)

Manchmal braucht es Umwege, um ans Ziel zu kommen. Nach der Matura startete Raferzeder seine berufliche Laufbahn in der Heimatgemeinde St. Georgen an der Gusen im Planungsbüro eines Anlagenbauers. „Obwohl die Arbeit abwechslungsreich war und mir sehr viel Spaß gemacht hat, wollte ich nach einem Jahr ein Wirtschaftsstudium machen. Es fühlte sich aber nicht richtig an und nach zwei Semestern war Schluss“, sagt der 28-Jährige. Ehe er seine wahre Berufung fand, sammelte er lehrreiche Erfahrungen in der Arbeitswelt. Nach einem ersten Ausflug in die Selbstständigkeit landete Raferzeder als Projektmanager in der IT-Branche.

 

Brot verdient Achtung

„Gespräche mit meinem Schwager Stefan, eine Produktion Bio-Brot und -Gebäck aus Grundrohstoffen und ganz ohne Zusatzstoffe zu starten, sind bei mir auf fruchtbaren Boden gestoßen. Brot ist für uns beide ein tolles Grundnahrungsmittel, welches wieder mehr geschätzt werden sollte und mehr Achtung verdient. Wenn es ordentlich produziert worden ist, ist es nämlich wirklich ein Nahrungsmittel und kein Füllmittel für den Bauch“, lacht der Quereinsteiger. „Wir hatten das Glück, in der Backstube meines Vaters an Rezepturen tüfteln zu können und haben jede freie Minute hier verbracht“, erzählt Schwager Stefan Faschinger. Die beiden backen ausschließlich mit Bio-Ur-Dinkel aus dem Mühlviertel. „Das Mühlviertel bietet wunderschöne Landschaften zum Erholen und wertvolle Rohstoffe zum Brotbacken. Die Zusammenarbeit mit einigen Landwirten im Mühlviertel ist echt überragend“, weiß Faschinger. Ihre Kreativität zeigt sich nicht nur beim Backen, sondern auch in der Namensfindung: In den Regalen ihres Shops „brotsüchtig“ findet der Brotliebhaber – Ladies first – Christine Croissant und Brigitte Baguette neben Krustav, Guiseppe Ciabatta, Roger Roggen und Volker Vollkorn liegen. Ihre besondere Rarität „Keimo“, Brot aus gekeimten Dinkelkörnern, geht ebenso weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Bio ist eine Selbstverständlichkeit, ebenso wie eine bodenständige, handwerkliche Herstellungsmethode. „Unsere Kunden schätzen die Vielfalt, sowie die Qualität und Regionalität der Produkte. Bei uns weiß man, was im Brot ist – ganz sicher keines der circa hundert erlaubten E-Nummern“, so die Bäcker.

 

Erfolgreich durchgestartet

„Der Standort unseres Geschäftes in der Linzer Herrenstraße ist top, wir haben eine tolle Frequenz und konnten die Produktion bereits erhöhen“, freut sich der erfolgreiche Jungunternehmer Oliver Raferzeder, der übrigens so ganz nebenbei auch eine Familie mit zwei Kindern gegründet hat.

 

„Brotsüchtig“ auf Bestellung

Für Brotliebhaber in Luftenberg und Umgebung gibt es ein besonderes Service: Weinhändler Hannes Hackl bietet das Brot jeden Freitag auf Vorbestellung an. Einfach Kontakt aufnehmen (www.dieweinhandlung.at) und sich auf die Liste setzen lassen. Man kann seine Bestellung per SMS/Whatsapp abgeben und dann am Freitag in der Oberfeldstraße 2 abholen

Zur Person Oliver Raferzeder

Wenn er nicht gerade seine Brötchen bäckt:

Ich verbinge Zeit mit den liebsten Kindern und der besten Frau der Welt. Sonst gehe ich noch gerne laufen und regelmäßig ins Crossfit-Training

Lieblingsplatz in St. Georgen:

Mein Elternhaus – einfach eine Oase zum Krafttanken

Vorbilder:

Anthony Robbins

Lebensmotto:

Sei ein Vorbild und stifte Wert für die Gesellschaft

Zukunftspläne oder Visionen:

Brotsüchtig etwas ausbauen, damit noch mehr Leute in den Genuss kommen können


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