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ST. KONRAD. Vor fast genau einem Jahr wurde Herbert Schönberger zum Bürgermeister gewählt. Im Tips-Gespräch zieht er eine erste Bilanz und spricht über aktuelle Projekte.

Bgm. Herbert Schönberger will in St. Konrad künftig vermehrt touristische Akzente setzen. Foto: Gemeinde

Tips: Was war für Sie im ersten Amtsjahr besonders wichtig?

Herbert Schönberger: Vor der Wahl habe ich mit vielen St. Konradern gesprochen und daraus haben sich vielfältige Themen ergeben. Manches konnten wir schon ändern, anderes ist derzeit noch in Planung.

Tips: Gibt es dazu Beispiele?

Schönberger: Ein wichtiger Schritt für uns war, dass wir – in Kooperation mit Scharnstein – das Bauamt auf gute Beine gestellt haben. Wir sind eine kleine Gemeinde mit wenig Personaleinheiten, nun stehen an fünf Tagen in der Woche kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Sehr positiv ist auch, dass die Kosten der dazu notwendigen Digitalisierung der Akten zu 80 Prozent vom Land aus dem Ressort von Landesrat Hiegelsberger übernommen wurden.

Worüber ich mich sehr freue, ist auch die Übernahme des Nahversorgers durch Sabine Reith­meier. Was das Gemeindeamt betrifft, werden wir heuer erstmals einen Lehrling aufnehmen – für den Bereich Verwaltungsassistenz. Hier haben wir viele Bewerbungen bekommen, was beim aktuellen Lehrlingsmangel auch nicht selbstverständlich ist.

Ein Projekt, das gerade in Arbeit ist, sind die Wanderwege: Wir haben jetzt in Eigenregie alle Brücken saniert, über den Sommer stellt die Gemeinde einen Lanzeitarbeitslosen an, der das Projekt fortführt. Wir sind mit dem Zusammenschluss der Tourismusverbände Traunsee und Almtal ins „Zentrum des Geschehens“ gerückt – und sorgen so auch für einen sauberen Lückenschluss zwischen beiden Gebieten.

Tips: Soll St. Konrad künftig mehr auf den Tourismus setzen?

Schönberger: Wir brauchen ein touristisches Gesamtkonzept als Zukunftsstrategie. Derzeit ist St. Konrad eine reine Wohngemeinde mit wenigen Betrieben. Wir brauchen Step by Step mehr Einnahmen – dann können wir auch mehr investieren.

Was aber ebenfalls wichtig ist, ist die Schaffung von Eigentumswohnungen: Wir dürfen nicht alles zubauen und wollen die ländlichen Strukturen erhalten. Trotzdem wollen wir Wohnraum schaffen für unsere jungen Gemeindebürger – auch, um die Abwanderung zu verhindern. Wo wir im Moment ebenfalls dran sind, ist die Sanierung von Schule und Kindergarten. Hier warten wir noch auf die Finanzierungszusage des Landes. Das ist wirklich ein wichtiges Thema, bei dem wir hoffen, dass wir bald nächste Schritte setzen können.


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