Poesie ist Widerstand: Konstantin Wecker begeisterte in St. Martin

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Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 15.06.2019 11:05 Uhr

ST. MARTIN. Wenn es einer schafft, das Publikum drei Stunden lang zu fesseln, in dem er bei brütender Hitze Gedichte vorträgt, und dafür tosenden Applaus im Stehen bekommt, dann ist es Konstantin Wecker. So geschehen im voll besetzten Kultursaal der NMS St. Martin, wo  der deutsche Liedermacher auf Einladung der Kulturinitiative Voi ein Jahr nach seinem ersten Auftritt wieder ein viel umjubeltes Konzert gab.

Mit dem ersten Tastenton von seinem neuen, aktualisierten „Willy“ hatte der Musiker und Schriftsteller die Zuhörer in seinen Bann gezogen. Damit machte Konstantin Wecker auch gleich deutlich, wo er politisch steht. Mit Worten und Poesie trägt er seinen unermüdlichen Kampf gegen Waffen und Krieg, gegen Rassismus und Faschismus, für eine gewaltfreie Welt aus. „Die mit dem Herzen denken, sind in der Überzahl“, ist Wecker überzeugt. Und auch davon, dass „Poesie Mitgefühl und Empathie wecken kann. Davor fürchten sich die Herrscher dieser Welt und deshalb ist Poesie Widerstand.“

„Lasst uns die Welt poetisieren“

Nach dem sehr politischen Auftakt wurde es deshalb ein sehr poetischer Abend – mit wunderschönen Liebesliedern, dem melancholischen Schwelgen in Erinnerungen an verstorbene Freunde, mit zärtlichen Worten an seine Eltern, die ihm die Liebe zur Musik mitgegeben haben, aber auch mit flotten, bluesigen Rhythmen. Und dazwischen gab es jede Menge Gedichte, Auszüge aus seinen Büchern und Erzählungen aus seinem bewegten Leben. Begleitet wurde Konstantin Wecker, wenn er nicht selbst in die Tasten griff, von seinem langjährigen Bühnenpartner Jo Barnikel am Klavier, wobei die langjährige Verbundenheit mit jedem Ton deutlich wurde.

Am 19. Juli ist Wecker übrigens beim „Klassik am Dom“ in Linz zu erleben. Und die Mühlviertler Fans können nur hoffen, dass es bald wieder eine Wiederholung in St. Martin geben wird.

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