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Nach Abschiebung von Mykhailo: Volksschulkinder vermissen Freund und Mitschüler

Markus Hochgatterer, 15.06.2019 11:42

ST.NIKOLA. Nach einem negativen Asylbescheid wurde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eine zuletzt in der kleinen Strudengaugemeinde wohnhafte Familie aus der Ukraine zunächst in Schubhaft genommen und am Freitag in den Morgenstunden in ihr Herkunftsland zurückgeführt. 

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Während die Schulkameraden aus der 3. Klasse der Volksschule St. Nikola am Donnerstagmorgen vergeblich auf das Eintreffen ihres Mitschülers Mykhailo - von ihnen Michael genannt - warteten, befand sich dieser mit seinen Eltern und seinen beiden Brüdern bereits in Wien, wo die Abschiebung vorbereitet wurde. Erst im Laufe wurden die Schulkinder aufgeklärt. Klassenelternvertreterin Barbara Jakob: „Wir sind zutiefst bestürzt über diese Nachricht. Keiner weiß, wieso oder warum. Mein Sohn ist sehr traurig über dieses abrupte Ende, da er Michael gern hatte. Es wäre schön gewesen, wenn sich die Kinder wenigstens ordentlich von ihm verabschieden hätten können. Wir hoffen trotzdem auf einen positiven Ausgang.“ 

Schüler verfassten rührenden Brief 

Um für einen Verbleib Michaels zu kämpfen, verfassten und unterzeichneten seine Schulfreunde einen rührenden Brief. (siehe Bilddateien). Viele von ihnen selbst nach Österreich geflüchtet. Aktuelle Zahlen der Statistik Austria zeigen, dass jeder Fünfte Bewohner des Ortes Migrationshintergrund hat. Umso sensibler reagieren die Bewohner und vorallem die Kinder auf solche Geschehnisse. Michaels Familie ergriff unter anderem aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit (Zeugen Jehovas) die Flucht nach Österreich. 


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