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Nicht auf der Nase herumtanzen (mit Fotoserie)

Leserartikel Werner Pelz, 19.03.2015 22:00

Ermi-Oma im Kreis von Ehrengästen und Veranstalter. Foto: Pelz
Ermi-Oma im Kreis von Ehrengästen und Veranstalter. Foto: Pelz
Schaut's einmal hin, wenn die Kinder den Erwachsenen auf der Nase herumtanzen“, lässt Kabarettist Markus Hirtler seine legendäre „Ermi-Oma“ bei seinem Auftritt in der bummvollen Ober-Grafendorfer Pielachtalhalle im neuen Programm sagen. „Keiner traut sich was zu sagen, im Gegenteil: Wenn die Kinder reden, glauben die Erwachsenen, der Herrgott red“ persönlich“.   Dem Arzt die Meinung sagenAber auch Politiker und Banker bekommen von der Emi-Oma die ihre Tiraden aus dem Pflegeheim reitet, ihr Fett ab. Oder Ärzte: „Wenn Dein Arzt nur seine eigene Sachen und Bedürfnisse im Kopf hat, anstatt Deine, als Patient, musst Du etwas sagen“. Hirtler, der selbst u.a. Pflegeheimleiter war, ermahnt in witzig-tiefsinnigen Statements zur Eigenverantwortung, zum Mundaufmachen in jeder Lebenslage. Und gerade als alter(nder) Mensch dürfe man sich nichts gefallen lassen. Grundsätzlich werbe er im Umgang miteinander für mehr Empathie (also Einfühlungsvermögen) statt sich von Sympathie und Antipathie lenken zu lassen, meint Hirtler nach seiner Demaskierung am Schluss der Vorstellung.   5000 unbekannte „Freunde“ Aber auch Facebook nimmt er auf´s Korn: „Früher kannte man seine Freunde. Heute habe ich 5.000 Freunde auf Facebook und kenne sie nicht“. Außerdem habe man früher „seine Freundschaften gepflegt. Heute ziehe ich den (Strom-)Stecker und die 5.000 Freunde sind mit einem Schlag weg“.   Einbindung des Publikums Im Vergleich zu seinen bisherigen Programmen intensiviert Hirtler die Einbindung des Publikums ins Geschehen und agiert auch auf Zurufe und Antworten auf seine Fragen in die Besucherschar. Hirtler versteht es wieder unglaublich treffend, humorvoll brennende Alltagssorgen, vorwiegend von alten Menschen anzusprechen. Betroffenheit und Begeisterung in einem sind bei den Besuchern zu spüren.   FOTOSERIE

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