ALTLENGBACH. Im Rahmen des Projektes „Musik entspannt – Musik bewegt – Musik verbindet“ bekommen die Volksschüler der ersten Klassen in Alt- lengbach, Innermanzing und Laaben in Zusammenarbeit mit der Musikschule Laabental die Möglichkeit, sich in ganz besonderer Weise positiv in die Klassengemeinschaft einzubringen.
„Immer häufiger sind Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, motorischen oder geistigen Einschränkungen in den Klassen anzutreffen“, beschreibt Musiktherapeutin Magdalena Graf die Problematik. Ihr Ziel sei es, den Kindern durch das Projekt Musik deren musikalische Ausdrucksmöglichkeiten, aber auch Musizieren aus purer Freude näherzubringen und die positive Entwicklung des Gruppenverhaltens zu fördern. Besseres Körpergefühl Weiters baut die Musiktherapeutin Übungen und Spiele zur Verbesserung und Festigung des Körpergefühls ein. Schüler mit Einschränkungen im motorischen Bereich sollen bei diesen Übungen besonders gefördert werden. Durch Musik erhalten die Kinder laut Graf die Möglichkeit, ihren Körper zu spüren und ihre Energien kennenzulernen. Verantwortung übernehmen “Die Kinder lernen musikalisch und spielerisch ein Gefühl für ein Miteinander sowie Verantwortung für ihre Mitschüler und für das Gesamtgeschehen zu übernehmen“, betont Graf. Die Koordinations- und Konzentrationsspiele seien so ausgelegt, dass sie für alle durchführbar sind und jeder Einzelne die Übungen mit einem Gefühl des Erfolgs beenden kann. Freude bei den Kindern Dass das Projekt auch bei den Kindern selbst gut ankommt, spürt Graf an deren Reaktionen. „ Die Schüler kommen mit großer Freude zu jeder Stunde. Sie lernen einen neuen Zugang zu sich selber und zu ihren Klassenkollegen“, betont Graf. Integrative Gruppen Bei Bedarf bietet Graf auch Therapeutisch unterstützten Klavier- und Veehharfenunterricht sowie integrative Gruppen für Elementare Musikpädagogik an. Die integrativen Gruppen setzen sich laut Graf hauptsächlich aus Kindern mit Down-Syndrom zusammen. „Diese Arbeit fasziniert mich besonders, weil hier sichtbar wird, wie sich Kinder gegenseitig animieren und aktivieren können. Die Sprachentwicklung und motorische Fertigkeiten werden zusätzlich gefördert. Auch das Verhalten der Kinder untereinander wird positiv beeinflusst“, betont die Musiktherapeutin. Aktives Musizieren Die Veehharfe gibt laut Graf den Kindern mit Einschränkungen im motorischen oder sensorischen Bereich die Möglichkeit, mit anderen Instrumenten zusammenzuspielen und ein aktives und gemeinsames Musizieren mit anderen Musikschülern zu erleben. „Die Schüler sind sehr motiviert und mit großem Eifer dabei. Es bereitet nicht nur den jungen Musikern, sondern auch den Eltern, Zuhörern und auch mir große Freude, dieses Musikerlebnis zu teilen“, unterstreicht Graf. ZUR PERSONMagdalena Graf hat an der Hochschule für Musik in Wien den Lehrgang für Musiktherapie abgeschlossen. Zurzeit unterrichtet sie an den Musikschulen Laabental und Neulengbach Musikalische Früherziehung und Blockflöte.
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