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Ehrenamtliche Senioren unterrichten Flüchtlingskinder
FRANKENFELS. An Engagement dürfte es einigen Senioren und Pädagogen in Frankenfels wahrlich nicht mangeln: derzeit wird Flüchtlingskinder aus dem Iran, Syrien, Tschetschenien und Palästina in der Neuen Mittelschule ein ehrenamtlich organisierter Deutschunterricht geboten. Mit an Bord des Vorzeige-Projektes sind abgesehen vom Schulpersonal auch hilfsbereite Senioren.

Es handelt sich um 21 Kinder, die momentan von Senioren beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützt werden. Ein Pädagoge übernimmt dabei die Koordination und stellt Unterrichtsmaterialien und Arbeitsblätter für den zusätzlichen Deutschunterricht zur Verfügung. „Positives Schul- und Lernklima“ „Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement und Einsatz die Pädagoginnen und Pädagogen rund um Schulleiter Reinhard Wilhelm an dieser Schule unterrichten und in einem positiven Schul- und Lehrklima auf jedes einzelne Kind eingehen“, so Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz, die der Neuen NÖ Mittelschule einen Besuch abstattete. Die zusätzliche Unterstützung der Lehrpersonen der Volks- und Mittelschule durch ehrenamtlich tätige Senioren im Deutsch-Sprachunterricht sei eine Vorzeigeinitiative und zeige die Wichtigkeit der Schule als Bindeglied zwischen den Generationen und Nationalitäten. „Schulen sind immer dort besonders erfolgreich, wo sie in engem Dialog mit ihrer Region und deren Menschen stehen“, erklärte Schwarz. Schwachpunkte des Bildungssystems Die Bildungs-Landesrätin unterstrich im Rahmen ihres Besuches jedoch auch die Schwachpunkte des Bildungssystems sowie die „fehlende Unterstützung und Koordination im Umgang mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien“: „Viele Kinder kommen und gehen mitten im Schuljahr. Hier besteht dringender Handlungsbedarf! Im Kindergarten, wo wir seitens des Landes die notwendige Kompetenz besitzen, sind wir mit rund 170 interkulturellen Mitarbeitern und einem Pilotprojekt in der Stadt St. Pölten zur Unterstützung der Kindergarten-Teams im Umgang mit Kindern aus Flüchtlingsfamilien bereits auf einem guten Weg“, so Schwarz.


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