Am 1. März wird über die Zukunft der Krumpe verhandelt
OBER-GRAFENDORF, BISCHOFSTETTEN. Was es seit Dezember 2010 nicht mehr gegeben hat, findet am 1. März statt. Da wird die Krumpe von Ober-Grafendorf Richtung Bischofstetten befahren. An diesem Tag wird nämlich über den Tourismusbetrieb auf der Bahnlinie entschieden.

Wie Peter Scheinhart, Geschäftsführer der Ober-Grafendorfer Anschlussbahnen gemeinnützige GmbH (OAB), bestätigte, soll im Zuge der behördlichen Verhandlung am 1. März eine Befahrung gemacht werden. Bis dahin wird die Bahntrasse in Schuss gebracht und das Lichtraumprofil hergestellt. Wie Scheinhart die Chancen auf einen positiven Bescheid einschätzt? „Es schaut so aus, dass wir den Bescheid unter Auflagen erhalten könnten.“ Bei einer behördlichen Zusage soll der Bahnbetrieb rechtzeitig zum Pielachtaler Schmalspurfest im Frühsommer aufgenommen werden. „Wir wollen 40 bis 80 Züge pro Jahr fahren, das ist eine vorsichtige Prognose“, ergänzt Scheinhart, der hauptberuflich Geschäftsführer der PS-Bau Scheinhart GmbH ist, ein Bauunternehmen in St. Pölten mit Spezialgebiet Gleisbau.
Dampflok für die Krumpe
Mit an Bord ist unter anderem die Firma Styx. Ein Gesellschafter der OAB ist übrigens der Ober-Grafendorfer Eisenbahnclub Mh.6, der die Krumpe befahren wird. In der ersten Phase soll mit alten Dieselloks gefahren werden. Mittelfristig wird eine kleine Dampflok fertiggestellt, die auf der Krumpe unterwegs sein wird. „An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Mitwirkenden herzlich bedanken“, so Scheinhart. Da die ganze Sache kostenintensiv ist, bittet Scheinhart um Hilfe aus der Bevölkerung. „Wir haben schon 100.000 Euro investiert, 70.000 bis 100.000 Euro werden wir noch brauchen.“ Wer dem Projekt also positiv gegenübersteht, darf gerne eine Spende auf das Konto der OAB (IBAN: AT293258500000065409) überweisen.


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