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SANKT PÖLTEN/BUKAREST. Kinder, Jugendliche und Familien in Rumänien nachhaltig unterstützen - das ist das Ziel der Hilfsorganisation Concordia. Unterstützt wird sie seit neun Jahren von den NÖ Landwirtschaftsschulen.

V. li.: Landesrätin Barbara Schwarz, Leiterin Camelia Baciu und Landesschulinspektor Karl Friewald mit Kindern auf der „Farm der Kinder“ in Aricestii, wo in zehn familienähnlichen Wohngruppen rund 80 Kinder betreut werden. Foto: Jürgen Mück

Die Landwirtschaftsschulen sind mit Teams bestehend aus Lehrern und Schülern auf der „Farm der Kinder“ in Aricestii 80 Kilometer nördlich von Bukarest im Einsatz. „Zu Beginn ging es noch um den Aufbau der Infrastruktur. Heute geht es bei diesem Projekt immer mehr darum, vor Ort mitzuarbeiten und die Leute zu unterstützen, wo es nur geht. Dabei ist es wichtig, den Menschen auf Augenhöhe und mit Respekt zu begegnen, nur so kann eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit gelingen“, erklärt Landesschulinspektor Karl Friewald. Die österreichischen Fachschüler und die rumänischen Kinder würden im Rahmen des Projektes gleichermaßen voneinander profitieren, „denn Hilfsbereitschaft, Toleranz und das Verständnis füreinander werden hier tatsächlich gelebt und umgesetzt“.

„Weg aus der Armut führt über Bildung“Bildungs- und Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz besuchte kürzlich Einrichtungen wie die „Farm der Kinder“, Sozialzentren und Lehrlingsheime in Rumänien: „So unterschiedlich die Bedürfnisse der notleidenden Kinder und jungen Menschen hier auch sind, der Weg aus der Armut und in ein selbstbestimmtes Leben führt nur über bildungs- und berufsbezogene Angebote“, so Schwarz.

Hilfsorganisation ConcordiaConcordia ist als unabhängige Hilfsorganisation in Rumänien, Bulgarien und der Republik Moldau tätig, die Kindern, Jugendlichen und Familien in Not hilft und unterstützt. Die Sozialprojekte umfassen Wohn- und Lehrlingsheime, Ausbildungszentren sowie Beratungs- und Betreuungseinrichtungen. Allein im Jahr 2014 wurden laut Concordia in den drei Projektländern knapp 10.000 Menschen begleitet. Der derzeitige Schwerpunkt liegt auf Familienarbeit und Ausbildung.

Armenhaus am Rand EuropasRumänien ist nach Bulgarien Concordia zufolge das zweitärmste Land der EU. Rund ein Viertel der etwa 20 Millionen Einwohner lebt auch 25 Jahre nach dem Sturz des Ceausescu-Regimes unter der Armutsgrenze. Während der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise brach auch in Rumänien die Wirtschaft ein. Die Folgen: fast die Hälfte der Bevölkerung ist heute von sozialer Ausgrenzung bedroht und die Jugendarbeitslosigkeit beträgt knapp 24 Prozent.


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