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ST. PÖLTEN. Im Mai 2017 startete im Egon die offene Lesebühne „Lesestoff & Schnaps“. Einmal im Monat geben Hobbyschriftsteller und Profis ihre literarischen Ergüsse zum Besten und werden dafür mit einem Stamperl Schnaps belohnt.

  1 / 2   Am 4. Juli stimmen Jury und Publikum wieder ab, wer den Flachmann "Ingeborg" mit nach Hause nehmen darf. Foto: Konstantin Mikulitsch-Taufner

„Die Idee dahinter ist, dass jeder St. Pöltner und jede St. Pöltnerin, egal ob Schriftsteller oder nicht, ob sie gerne lesen oder zuhören, eine Plattform bekommen, in der sie sich monatlich literarisch austauschen können“, erzählt „Lesestoff & Schnaps“-Gründerin Marlies Eder. Die 30-Jährige kannte das Format von der Wiener Lesebühne „Volxlesung“. Weil es nichts Vergleichbares in St. Pölten gab, schuf sie kurzerhand ihre eigene.

Literarische Schätze werden geborgen

Die Lockerheit und Geselligkeit steht bei „Lesestoff & Schnaps“ im Vordergrund. Die Teilnehmer können x-beliebige, auch nicht selbst geschriebene Texte, vorlesen. „Sogar die Billa-Rechnung ist erlaubt“, so Eder. Wer liest, wird mit einem Stamperl Schnaps belohnt. Zu gewissen Anlässen steht die Lesebühne unter einem bestimmten Motto. So hielt die Wiener Künstlerin Alice Reichmann am Valentinstag eine romantische, von Musik begleitete Lesung ab, und zu Allerheiligen gab es den „Club der toten Dichter“. Mittlerweile haben sich schon einige „Local Heroes“ die regelmäßig ihre Texte vortragen, herauskristallisiert. „Bei manchen Teilnehmern denkt man sich, dass ein Literat an ihnen verloren gegangen ist. Es ist schön, dass man in St. Pölten solche Schätze bergen kann“, sagt Eder.

Ingeborg Flachmann-Preis

Aufgrund des guten Feedbacks wird am Mittwoch, 4. Juli, 20.15 Uhr, wieder der „Ingeborg Flachmann-Preis“, der am niedrigsten dotierte Literaturpreis Österreichs, im Egon vergeben. Titelverteidiger ist der Wiener Andi Pianka, der voriges Jahr beim großen Saisonfinale die Jury und das Publikum überzeugen konnte. Der Sieger bekommt zwar kein Preisgeld, darf aber den Flachmann „Ingeborg“ mit nach Hause nehmen. Bis 24. Juni kann man sich noch für den „Ingeborg Flachmann-Preis“ anmelden (Mail an lesestoffstp@gmail.com).


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