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Schelling: Vermögenssteuer überfordert mich (mit großer Fotoserie und Video)

Leserartikel Werner Pelz, 15.01.2015 16:00

  1 / 3   Finanzminister HJ Schelling, hier flankiert von BR Sonja Zwazl und Wirtschaftsbund-Chef Harald Servus. Fotos: Pelz
„Wir haben schwierige Voraussetzungen in der Wirtschaft und Politik und sind gefordert, Lösungen zu bringen“, erklärt Finanzminister Hans Jörg Schelling im Rahmen einer vom Wirtschaftsbund organisierten Weintaufe im Stift Herzogenburg (St. Pölten) vor bekannten Unternehmern Niederösterreichs. Er habe sich daher den Staatsvertragskanzler Julius Raab zum Vorbild genommen, der langfristig über den Wahltag hinausgedacht und das am Boden liegende Österreich strategisch ausgerichtet habe. „Und das muss die Politik heute wieder erkennen: Wir brauchen Visionen und Mut, so wie damals (in der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg, Anm.) Raab diesen Mut bewiesen hat, Probleme nicht einfach wegzulächeln, sondern sie zu lösen.“   Probleme ansprechen Österreich stehe auch heute vor „Riesenherausforderungen im Rahmen schwieriger Konjunktur- und Budgetentwicklungen“. Daher sei es auch wichtig, offen, geradlinig und ehrlich zu agieren und die Probleme an- und auszusprechen. Und etwas, so Schelling, was Raab besonders auszeichnete, war, dass er die Haltung gehabt hätte, sein Gegenüber nie zu überfordern. „Und wenn jemand zu mir sagt, wir brauchen Vermögens-, Erb- und Schenkungssteuern, dann überfordert er mich. Daher sollte man das Gegenüber von beiden Seiten nicht überfordern. Das gehört einfach zur politischen Kultur dazu“.         Nicht von Likes und Followers irritieren lassen Ein weiterer Aspekt in der Politik seines Vorbildes Julius Raab sei die Devise „hart in der Sache, aber fair im Umgang“ gewesen. „Da haben wir heute in der Politik Aufholbedarf. Wir sind nämlich oft hart in der Sache, aber unfair im Umgang.“ Man sei gefordert, sich wieder auf Werte zu besinnen. „Natürlich leben wir in einer anderen Zeit. Nämlich einem Kommunikationszeitalter indem die Twitters, Bloggers und Facebooks glauben, uns (Politik und Gesellschaft, Anm.) vor sich hertreiben zu können. Da sind zum Teil viele Organisierte dabei, das ist ja schon bewiesen. Man sollte sich nicht von Likes oder noch so vielen Followers in den Social-Medias aus dem Konzept bringen lassen“, erklärt Schelling im Stift Herzogenburg unter Anwesenheit etwa des St. Pöltner Diözesanbischofs Klaus Küng, Bundesrätin Sonja Zwazl, Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, Niederösterreichs GVV-Präsident Alfred Riedl, Militärkommandant Rudolf Striedinger, Raiffeisengeneral Erwin Hameseder, uvm.   Kompromissbereit zu Lösungen Daher sei es wichtiger denn je, zu seinen eigenen Werte zu stehen. „Das heißt, man ist kompromissbereit bei Verhandlungen, aber man verleugnet die eigenen Werte nicht“, so der Finanzminister aus St. Pölten mit (Vorarlberger) Migrationshintergrund, wie sich Schelling launig bezeichnet. „Das bedeutet für das heurige Jahr, niemand soll den anderen überfordern, dann kommen wir (in der Politik, Anm.) auch zu guten Lösungen“.   „Julius Raab war Baumeister unserer Republik, er hat mit Professionalität, Menschlichkeit und Mut unser Land maßgeblich geprägt“, ist auch Wirtschaftsbund-Obfrau Sonja Zwazl, voll des Lobes für den ehemaligen Bundeskanzler und freut sich, dass der Wirtschaftsbund Niederösterreich seinem Begründer auch heuer wieder einen Wein widmet. Auch Wirtschaftsbund-Direktor Harald Servus sieht in Raab einen „Friedenskanzler, Vordenker, Vorreiter und ein Vorbild“.   Große FOTOSERIE zur Veranstaltung   KURZVIDEOS: Launiges Interview mit Hans Jörg Schelling   Festgemeinde singt Landeshymne nach der Weintaufe  

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