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Feierliche Amtsübergabe an Caritasdirektor Hannes Ziselsberger

Thomas Lettner, 07.09.2016 14:39

ST. PÖLTEN. Friedrich Schuböck, Caritasdirektor der Diözese St. Pölten, übergab gestern im Bildungshaus St. Hippolyt sein Amt an seinen 18 Jahre jüngeren Nachfolger Hannes Ziselsberger aus Herzogenburg.

v.l.: Direktor Hannes Ziselsberger, Diözesanbischof Klaus Küng, Landesrätin Barbara Schwarz und Altdirektor Friedrich Schuhböck Foto: Franz Gleiss

„Not sehen und handeln“ war das Motto von Caritasdirektor Friedrich Schuhböck. Bei der offiziellen Amtsübergabe beschrieb Soziallandesrätin Barbara Schwarz (ÖVP) den scheidenden Caritasdirektor in der Fußballersprache als „Libero mit Übersicht“, und „planbar, sehr sachlich, aber auch beharrlich“. „Nur alle heiligen Zeiten kam es bisher zu einem Wechsel an der Spitze der Caritas St. Pölten“, betonte der neue Caritasdirektor Hannes Ziselsberger. Caritasdirektor Werner Scholz (83) der auch bei der Feier anwesend war, übernahm die Caritas St. Pölten als erster Laie österreichweit im Jahr 1965. 1996 folgte der St. Pöltner Religionspädagoge und Diakon Friedrich Schuhböck, und am 1. September übernahm der Herzogenburger Hannes Ziselsberger (46) die Funktion des Caritasdirektors.

Hannes Ziselsberger studierte an der WU in Wien Betriebswirtschaft und an der FH St. Pölten Soziale Arbeit. Von 1995 bis 2001 arbeitete er bereits als wirtschaftlicher Assistent bei der Caritas St. Pölten. Danach leitete er sieben Jahre eine Einrichtung der Caritas Wien für Menschen mit Behinderungen in Retz. Seit 2008 war er in St. Pölten Geschäftsführer des „Vereines Wohnen“, einer landesweiten Sozialeinrichtung für von Wohnungslosigkeit bedrohter Menschen. „Ich hoffe, dass sich Fairness und Solidarität durchsetzen und sich eine menschengerechte Gesellschaft verwirklicht. Daran möchte ich als Direktor der Caritas mitwirken“, sagte Ziselsberger in seiner Antrittsrede.

Vorreiterrolle der Caritas St. Pölten bei Betreuung psychisch Erkrankter

Die Zahl der hauptberuflichen Mitarbeiter stieg in der Ära von Friedrich Schuhböck in den vergangenen zwanzig Jahren von 562 auf 2179 an. Große Wertschätzung bringt Diözesanbischof Klaus Küng der Caritas entgegen. Aber dieses Wachstum und die hohe Zahl der Caritas-Mitarbeiter habe ihm auch öfters Sorgen bereitet, bemerkt Bischof Küng. Der Jahresumsatz der Caritas St. Pölten betrug im Vorjahr 90 Millionen Euro. Die großen Dienstleistungsbereiche der Caritas St. Pölten stehen auf gutem wirtschaftlichem Fundament. Es sind dies die Mobile Pflege (Hauskrankenhilfe), Wohnen und Arbeit für Menschen mit Behinderungen sowie für Menschen mit psychischen Erkrankungen. „Hier nimmt die Caritas St. Pölten eine Vorreiterrolle ein“, sagte Caritaspräsident Michael Landau bei der Feier. In keiner anderen Diözese werden mehr psychisch kranke Menschen von der Caritas betreut – mehr als 3000 pro Jahr sind es in der Diözese St. Pölten.


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