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ST. PÖLTEN. Weißrussland war vom Super-GAU in Tschernobyl stark betroffen. Noch immer sind viele Einwohner erhöhter Strahlung ausgesetzt. Von 16. Juli bis 7. August sowie von 6. bis 28. August werden Gastfamilien in Österreich gesucht, damit sich weißrussische Kinder von der Belastung erholen können.  

Drei weißrussische Folkloremädchen aus dem Ort Belaya Dubrova. Fotos: Maria Hetzer
  1 / 3   Drei weißrussische Folkloremädchen aus dem Ort Belaya Dubrova. Fotos: Maria Hetzer

Die Verstrahlung führt zu einer Schwächung des Immunsystems. Infolgedessen kann sogar eine harmlose Erkältung zu wochenlangen Beeinträchtigungen führen. Die Familien sind aber meistens zu arm, um die verstrahlten Gebiete zu verlassen. Die Kinder, die im Rahmen des Projekts „Erholung für Kinder aus Belarus“ bei Gastfamilien in Österreich untergebracht sind, sind zwischen 10 und 14 Jahren alt. Sie sind erholungsbedürftig, aber nicht krank und darüber hinaus kranken- und unfallversichert. Besonders gut eignen sich Familien, die selbst Kinder im genannten Alter haben - nicht zuletzt weil sich Kinder auch ohne Sprachkenntnisse miteinander verständigen können. Den Gastfamilien steht es frei, was sie mit den Kindern unternehmen. Ein gemeinsames Programm für alle wird es allerdings nicht geben. Abzuholen sind die Kinder, die mit dem Bus anreisen, beim Altenheim der Barmherzigen Brüder in Kritzendorf bei Klosterneuburg (Hauptstraße 20, 3420 Kritzendorf). Pro Kind wird ein Fahrtkostenzuschuss von 130 Euro berechnet. Als Gastfamilie anmelden kann man sich bis 8. beziehungsweise für den zweiten Termin bis 28. Juni. Weitere Informationen erhält man beim Niederösterreichischen Landesjugendreferat unter der Nummer 02742/ 9005 15466, unter 0676/ 9604 275, auf www.belarus-kinder.net (hier ist auch das Anmeldeformular zu finden) oder info@belarus-kinder.net


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