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ST. PÖLTEN. Der Tabellenvorletzte SKN St. Pölten hatte heute zuhause in der NV Arena keine Chance gegen den Tabellendritten Red Bull Salzburg und ging verdient mit 1:5 unter.

Ein ratlos wirkender Karl Daxbacher. Fotos: Thomas Lettner
  1 / 3   Ein ratlos wirkender Karl Daxbacher. Fotos: Thomas Lettner

Die NV Arena glich heute einer spanischen Stierkampfarena, in der die SKN-Spieler den anstürmenden Stieren wie Toreros zwar Stiche setzten, vor ihnen aber ständig auf der Hut sein mussten. Schon in der zehnten Minute drosch der Deutsche Marc Rzatkowski nach einem Stanglpass von links den Ball an die linke Innenstange der St. Pöltner. In diesem Stil ging es munter weiter. Nach einem schönen Direktzuspiel in die Tiefe überlupfte Hwang Hee Chan Torhüter Christoph Riegler zum 0:1 (14.). Anschließend probierten es Soriano und Berisha gefährlich aus der Distanz, doch Riegler klärte zur Ecke. In der 41. Minute wurde der schnelle Chan auf rechts hinunter geschickt, dieser ging in den 16er und passte statt zu schießen auf Soriano, der im Abseits stand. Nachdem Soriano nach einem Zuspiel von Konrad Laimer noch eine Großchance vergeben hatte, brachte Berisha den Ball nach der darauffolgenden Ecke hoch zur Mitte, wo Chan zum 0:2 einköpfte (45“).

Ehrentor durch Luckassen

In dieser Tonart ging es in der zweiten Halbzeit weiter. In der 53. Minute schoss Rzatkowski nach einer schönen Kombination zwischen Soriano und Stefan Lainer nach dessen Stanglpass zum 0:3 ein. In der 59. Minute machte der Südkoreaner Chan nach einem Pass von Rzatkowski mit dem 0:4 seinen Hattrick perfekt. Trotz allem gab sich der SKN noch nicht ganz auf und verkürzte in der 73. Minute: Nach einem herrlichen Volleyschuss von Florian Mader aus 25 Metern fälschte Kevin Luckassen aus kurzer Distanz unhaltbar für Red Bull-Goalie Alexander Walke zum 1:4 ab. Nur vier Minuten später stellte Fredrik Gulbrandsen nach einem Zuspiel von Xaver Schlager den alten Vier-Tore-Vorsprung zum 1:5 her.

„Das war nichts. Die Einstellung der Spieler hat nicht gepasst und ich bin sehr unzufrieden“, sagte SKN-General Manager Andreas Blumauer nach dem Schlusspfiff. Dass der heute zu Tage getretene Klassenunterschied an der Qualität des SKN-Kaders liegt, glaubt er nicht: „Wir haben schon einige Spiele gezeigt, die dementsprechend gut waren und wo wir mit den Top-Mannschaften mithalten konnten.“ Im Winter wolle man sich weiter verstärken, Näheres kann Blumauer aber noch nicht dazu sagen.


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