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Lange hat es gedauert, nun soll es endlich umgesetzt werden: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner versprach bei einem Treffen mit einer St. Pöltner Rathaus-Abordnung im Innenministerium am Hauptbahnhof eine neue Polizei-Inspektion einzurichten. Seitens der Stadt wird die Miete an die ÖBB entrichtet.   Bereits mehrfach forderte der St. Pöltner Gemeinderat die Errichtung einer Polizeidienststelle um einerseits dort kriminelle und unangenehme Vorfälle hinanhzuhalten und andererseits um damit auch das subjektive Sicherheitsbefinden der Passanten am Bahnhof zu erhöhen. In der vergangenen Gemeinderatsitzung am letzten Montag im Februar brachten die Mandatare eine Petition für ein Polizeiwachzimmer ein. Vorangegangen waren dem u.a. eine Messerstecherei knapp vor Weihnachten 2014 und eine weitere zwischen zwei 16-jährigen Schülerinnen, aber auch immer wieder vorkommende Raufereien (Tips berichtete).  Anzahl der eingesetzten Beamten wird noch festgelegt Nach Angaben des Ministeriums sind derzeit 33 Beamte an der Polizeiinspektion Rathaus in der NÖ-Landeshauptstadt im Einsatz. 31 seien „systemisiert“, somit gemäß Planstellen, zwei dienstzugeteilt. Wie viele von ihnen letztlich in der Expositur - einer von der Inspektion Rathaus ausgelagerten Polizeistation - am Bahnhof eingesetzt werden, müsse noch genau analysiert werden.   Es sei „eine schnelle und unbürokratische Lösung“ gefunden worden, merkte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner zur Einrichtung einer Polizeistation am Hauptbahnhof an. „Jetzt geht's an die rasche, gemeinsame Umsetzung durch die Stadt, die ÖBB und die Polizei“, heißt es in einer APA-Meldung.   Adl: Nun mehr Sozialarbeit nötig In einer ersten Reaktion begrüßt etwa Vizebürgermeister Matthias Adl (VP-St. Pölten) in einer Aussendung, “diese Einigung mit dem Innenministerium, die das Sicherheitsgefühl am Bahnhof heben soll“. Es sei auch wichtig, „dass unsere Forderung nach einer Ausweitung der Videoüberwachung rund um den Bahnhof geprüft wird, wobei hier auch die Stadt ihren Teil beizutragen hat.“ Adl sieht auch SPÖ-Bürgermeister Matthias Stadler wenn es nun darum gehe, mehr Mittel für die Sozialarbeit am Bahnhof zur Verfügung zu stellen. „Denn wir haben ein Mittel für die Symptome gefunden, aber um das Problem der Gewalt effektiv anzugehen, braucht es eine gut ausgestattete Sozialarbeit am Bahnhof und in der Landeshauptstadt“, so Adl.   Königsberger: Ständige Polizeipräsenz bis zur neuen PI nötig Seitens der FPNÖ begrüßt LA Erich Königsberger (aus Ober-Grafendorf) die Ankündigung, eine Polizeiinspektion am Bahnhof umzusetzen. „Endlich wacht die Ministerin auf - zu hoffen ist, dass es sich nicht wie bei den Grenzkontrollen wieder nur um leere Worthülsen handelt, sondern, “dass diese Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit unserer Bürger so schnell wie möglich in die Realität umgesetzt wird“, so der blaue Oppositionelle in einer Aussendung. Abgesehen davon sei aber „eine sofortige und ständige Polizeipräsenz im St.Pöltner Bahnhofsgelände bis zur Inbetriebnahme der Inspektion – und zwar während der gesamten Öffnungszeiten“ zu gewährleisten.   Seitens der SP-Medienservice-Abteilung bzw. des Bürgermeisteramtes gab es keine Aussendung zu diesem Thema.

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