Bis 2018: 101 neue Fahrzeuge im Wert von 590 Mio Euro

Stolz führte heute die ÖBB ihren neuen Nahverkehrs-Star, nämlich ein dreiteiliges Elektrotriebfahrzeug, genannt „cityjet“ vor. 31 in der S-Bahnversion mit 244 Sitzplätzen und 35 in der Regionalbahnversion mit 259 Sitzplätzen pro Zug werden in der Region Niederösterreich und Wien beschafft. Verstellbare Sitze mit Armlehnen und Fußstützen für die bequeme Reise aber auch eine auf die Sitzpositionen abgestimmte LED-Beleuchtung, Fahrgastinformationsanzeigen in Echtzeit und Fensterrollos sollen für Komfort sorgen -und das bei einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, verspricht die ÖBB. Neueste Technik In diesem Monat gehen noch die Zulassungsfahrten über die Bühne. Ab 2016 kommen die neuen Zugsgarnituren in den Verkehr. „Ein hoher Wirkungsgrad der Antriebsanlage, elektrodynamisches regeneratives Bremsen mit Energierückspeisung und Öl freie Kompressoren sorgen für einen effizienten und ressourcenschonenden Bahnbetrieb“, lobt der Bahnbetreiber den geplanten Fuhrparkzugang. Ein CO2-Fühler soll sogar Besetzungsgrad des Fahrzeugs feststellen und damit eine fahrgast- und umweltfreundliche Steuerung der Klimaanlage ermöglichen. Die ÖBB werden ab Dezember 2015 monatlich bis zu fünf Züge übernehmen und in Dienst stellen. Im Jänner 2018 soll der vorläufig letzte Zug an die ÖBB gehen. Wilfing: Komfortables Pendeln „Es werden viele Schritte gesetzt, um den öffentlichen Verkehr zu modernisieren und zu attraktivieren“ erklärt Landesrat Karl Wilfing in einem Pressegespräch in St. Pölten. Dazu gehöre auch ein „komfortables modernes Wagenmaterial“. Der neue ÖBB cityjet sei „ein Paradestück des neuen Modernismus, den wir im öffentlichen Verkehr in Gang bringen möchten“. „In Niederösterreich finanzieren wir jährlich rund 24,5 Millionen Zug- und 45 Millionen Buskilometer und bieten damit den Pendlerinnen und Pendlern ein gutes Angebot. Im Rahmen unseres Verkehrsdienstevertrages mit den ÖBB finanzieren wir daher auch bei den neuen „cityjets“ mit, die das Pendeln künftig komfortabler machen werden“, so Wilfing. Verlängerbare Garnituren Alle Züge erhalten eine uneingeschränkte Zulassung für Deutschland, sie entsprechen den neuesten europäischen Interoperabilitätsrichtlinien TSI der EU. Sollten die ÖBB weitere Fahrzeuge für den Einsatz in der Schweiz oder Italien bestellen, muss die Fertigung der Züge nur minimal abgewandelt werden, um den Zulassungskriterien zu entsprechen, verlautet das Verkehrsunternehmen. Und weiter: „Um mehr Kapazität anbieten zu können, könnten die ÖBB die Züge auch um einen zusätzlichen Wagen verlängern und sie auf Strecken, wo die Bahnsteiglänge dies zulässt, einsetzen. Der Auftragswert liegt unter Berücksichtigung von Preisgleitung nach Lieferung aller 101 Fahrzeuge bei etwa 590 Mio. Euro.“ Weitere Artikel:St. Pölten St. Pölten Land ----------------------------------------------------------------------------------- Kontakt: REDAKTION TIPS ST. PÖLTEN Werner Pelz (Postfach 39, 3101 St. Pölten)Mobil: 0676/700 11 75Mail: w.pelz@tips.at (oder alternativ we_pe@gmx.at)


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