Tourismus-Region stellt sich neu auf (mit Fotoserie und Video)
GAMING/GÖSTLING/ÖTSCHER/ST. PÖLTEN. Gemeinsam ist besser als einsam – diesem Grundsatz gehen auch die Verantwortungsträger des Tourismusvereins Göstlinger Alpen und des Ötscher Tourismusverbandes nach. Heute, am 20. August, vor wenigen Minuten, präsentierte man in St. Pölten einen Zusammenschluss der Tourismusregionen und hofft auf neue Synergien.

Dem hektischen Treiben wie es in der Landeshauptstadt Niederösterreichs nicht nur bei Pressekonferenzen mitunter üblich ist, setzen die Anwesenden aus dem tiefen Mostviertel, hart an der steirischen Grenze, wohl unbewusst einen angenehmen Kontrapunkt. So läuft eine um 9 Uhr angesetzte Pressekonferenz im Haus A des Wirtschaftszentrums Niederösterreich eher gemütlich ab. Kaffee und Kekse stärken die müden Journalisten, während der neue Geschäftsführer des Verbandes – Andreas Danner – mit Bürgermeisterin LA Renate Gruber (Gaming/Lackenhof) und ihrem Göstlinger Kollegen Friedrich Fahrnberger noch letzte Details bespricht.
Steirischer Ex-Bürgermeister will NÖ-Region stärken
Auch wenn die Zusammenarbeit bereits in der Vergangenheit hervorragend klappte, wolle man die nächsten drei Jahre lang in den Tourismusdestinationen intensiv und unter neuem Dach, kooperieren, Visionen und Projekte entwickeln. Die Leitung samt Personalverantwortung wird dem bisherigen Geschäftsführer des Tourismusvereins Göstlinger Alpen, eben Andreas Danner, übertragen. Der Wahlniederösterreich, der bis zu den Gemeindezusammenlegungen SP-Bürgermeister der 449 Seelen zählenden Gemeinde Palfau in der Steiermark war, will die niederösterreichische Toruismus-Region stärken.
Region mit Potenzial
Immerhin kann man auf 165.000 Nächtigungen pro Jahr verweisen und sieht hier noch Steigerungspotenzial. Derzeit stehen in beiden Regionen 2.500 Betten sommers wie winters zur Verfügung. Pläne für ein neues Hotelprojekt in Lackenhof etwa sind längst abgeschlossen. Nun benötige man nur noch einen Investor, erklärt die Bürgermeisterin der anwesenden Presse. Immerhin ist die Region vom Ötscher bis zum Hochkar eine der nächtigungsstärksten im Mostviertel. „Der Bedarf an Herbergungsbetrieben ist schon gegeben“, erklärt Gruber. Vor allem Tagestouristen wolle man mit neuen Angeboten das Verweilen schmackhaft machen, meint Danner.
Natürlich bringt die heurige Landesausstellung rund um den Ötscher ein Plus an Gästen.
Neue Gästegruppen sollen angelockt werden
Viele der Gäste kommen aus Ungarn, aber auch aus Tschechien und der Slowakei. In Zukunft will man aber wieder vermehrt auf Sommerfrischler aus den Niederlanden und Deutschland setzen, die auch schon in früheren Tagen hier gern gesehene Gäste waren.
Die Öffngungszeiten der Tourismusbüros sollen attraktiver werden und Gästen professioneller als bisher als Ansprechpartner zur Seite stehen. Fünf Mitarbeiter sind dafür abgestellt.
Seitens der NÖ-Werbung streut deren anwesender Vertreter den neuen Kooperationspartnern Rosen: „Es ist sehr positiv, wenn Verbände zusammenarbeiten. Das hat auf alle Fälle Vorbildwirkung für andere Regionen“.
Nächtigungsplus
Dabei war der Winter 2014/15 bereits sehr erfolgreich, aber auch Frühling und Sommer entwickelten sich von den Tourismuszahlen her gut, berichtet Mostvierten-Tourismus-Leiter Andreas Purt. Man kann immerhin auf ein Plus von 18.000 Nächtigungen verweisen, und das trotz der Nächtigungsverluste von Buchenbergheim in Waidhofen. Auch die Wilde-Wunder-Card bringt neue Gäste. „Es gibt hier über 2000 Nächtigungen mehr, obwohl sich weniger Betriebe an dieser Aktion beteiligt haben“, so Purt.
Neuerungen
Gut für die Region sei auch, dass neue Einheiten dazzugekommen sind, wie etwa die Destination „Urlaub auf dem Bahnhof“, das JUFA Hochkar (bereits in der zweiten Saison), das neue JUFA am Annaberg (wird im Oktober eröffnet), das Gasthaus Vorderötscher und die Kothmühle in die insgesamt 6 Mio Euro investiert wurde.
Weitere Investionen und Neuerungen sollen die Region pushen: Die “360 Grad Skytour“ mit der 60 Meter langen Hängebrücke, das Naturparkzentrum Ötscher-Basis, Naturparkstationen Clusius, Griller, Sulzbichl, Renovierungen im Mendlingtal, diverse Projekte am Hochkar, ein Ybbstalradweg, der in den nächsten Jahren errichtet wird und viele Wegsanierungen im Natur.
Landesausstellung und Naturvermittler
Auch von der noch laufenden Landesausstellung und den 15 „Ötscher-Reich-Stationen“ erwartet man sich weitere Synergien. So wurden bereits 12.000 Gruppengäste in der Region gebucht. Die Ötschergräben sind wahre Magnete des hiesigen Qualitätstourismus, professionelle Naturvermittler sind gefragt.
Mit dabei u. a. auch Hochkar Bergbahnen-Geschäftsführer Rainer Rohregger, Ötscherlift-Geschäftsführer Andreas Buder, Franz Kupfer (Obmann des Tourismusvereins Göstlinger Alpen, Walter Pöllinger (Obmann des Ötscher Tourismusverbands).
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