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Leserartikel Werner Pelz, 01.09.2015 21:34

ST. PÖLTENN/NÖ. Aufgrund der Trockenheit kommt es heuer zu Ertragseinbußen bei der Erdäpfelernte. Dennoch könne die Branche die Versorgung mit den am heimischen Markt gefragten Qualitäten sicherstellen, nämlich Erdäpfel kleinerer bis mittlerer Größensortierung.

Erdäpfelernte. Foto: Anita Kamptner / LKNÖ
  1 / 4   Erdäpfelernte. Foto: Anita Kamptner / LKNÖ

Franz Wanzenböck, Obmann der InteressenGemeinschaft Erdäpfelbau (IGE) rät allerdings Konsumenten, gezielt zu österreichischer Ware zu greifen. Damit greife man nicht nur zu ausgezeichneter Qualität sondern helfe den bereits in den letzten Jahren durch Importware unter Druck geratenen Erdäpfelbauern.

78 Prozent der Speisekartoffeln werden in NÖ, 9 Prozent in OÖ angebaut. Da es gerade in diesen beiden Bundesländern heuer sehr trocken war, sind hier auch Ertragseinbußen zu verzeichnen.

Die Verteilung der Anbauflächen

Bei der Frühkartoffelproduktion (Heurigen) hat in den letzten Jahren das Burgenland aufgrund des wärmeren Klimas und der Bewässerungssysteme mehr und mehr an Bedeutung gewonnen und produziert in diesem Segment mittlerweile 27 Prozent. Niederösterreich hat 46 Prozent der Anbauflächen (vor 10 Jahren waren es noch 70 Prozent). Auch die Steiermark gewann bei den Heurigen in den letzten Jahren Marktanteile dazu und bepflanzt derzeit 13 Prozent der Frühkartoffelflächen. Verarbeitungserdäpfel stehen zu 85 Prozent in Niederösterreich, gefolgt vom Burgenland, mit einem Anteil von 13 Prozent. Das Burgenland punktet mit der früheren Warenverfügbarkeit und der Ertragssicherung durch Beregnungsmöglichkeit. Stärkekartoffeln wachsen zu 93 Prozent in Niederösterreich – hier vorwiegend im Waldviertel. Die weiteren 7 Prozent wachsen in Oberösterreich. Beim Erdäpfel-Pflanzgut ist Niederösterreich mit 80 Prozent Hauptanbaugebiet gefolgt von der Steiermark mit 8 Prozent.

Größere Sortenvielfalt

Die Sortenvielfalt ist bei Erdäpfeln in den letzten 50 Jahren um 30% zugenommen. Einer aktuellen Studie der AGES zufolge ist die Sorten-Diversität in den letzten 50 Jahren deutlich gestiegen. So sind heuer 47 Sorten in Österreich eingetragen – 1965 waren es um 30% weniger.


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