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ST. PÖLTEN/NÖ. Die Lebenshaltungskosten steigen zunehmends. Anders als die Einkommen. Diese sind für geleistete Arbeit oft erschreckend niedrig. Viele – nicht nur – aber immer mehr junge Menschen können sich den Alltag ohne Unterstützung der Eltern nicht mehr leisten. Eine Wohnung mieten? Bei diesen Einkommen und Mietpreisen? Eine Wohnung kaufen? Unmöglich und für viele mittlerweile fast Utopie.

Politik trifft Bauträger: StR. Markus Krempl-Spörk, Vbgm. Matthias Adl, Theresa Jobst, Norbert Steiner (Alpenland), Architektin Verena Mörkl, Florian Krumböck (JVP St. Pölten), Lukas Michlmayr (JVPNÖ-Obmann), LH-Stv. Wolfgang Sobotka. Foto: Privat

Die Thematik ist längst im Mittelstand und damit auch bei der ÖVP angekommen. Und gerade die Funktionäre der Jungen Volkspartei werden mit der beschriebenen Problematik immer häufiger aus den eigenen Reihen konfrontiert. „Es braucht junge, leistbare aber auch flexible Wohnungen, die es den jungen Menschen in ganz Niederösterreich ermöglicht, ihre eigenen Zelte aufzubauen“, sind sich LHStv. Wolfgang Sobotka und Lukas Michlmayr, Landesobmann der JVP Niederösterreich, in einer Aussendung daher auch einig. Ob der Vergleich mit den Zelten in diesen Tagen besonders geglückt ist, sei zwar dahingestellt, das Aufgreifen des Themas Wohnen, ist aber dringend angebracht.

Kein Traum vom „Jungen Wohnen“

„Schluss mit Hotel Mama“ postuliert man im Pressetext der Schwarzen daher treffend. Mit einem bereits seit zwei Jahren als „Junges Wohnen“ titulierten Projekt, wolle man Abhilfe und Möglichkeiten schaffen und expliziert: „Das Projekt Junges Wohnen gibt jungen Menschen die Möglichkeit ihren Traum vom Eigenheim zu einem günstigen Preis in sehr schönen ca. 60m2 Wohnungen zu realisieren.“

Für Start und Umsetzung sind Gemeinden - sowohl Bürgermeister als auch junge Gemeinderäte gefragt. Oft scheitert es jedoch an den Kontakten zu geeigneten Bauträger oder auch zum Land Niederösterreich direkt. Aus diesem Grund veranstaltete die JVP Niederösterreich gemeinsam mit der gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft „Alpenland“ einen Infoabend zu „Junges Wohnen am Puls der Zeit!“ im Cinema Paradiso, um eben jungen Gemeinderäte/innen und auch Bürgermeistern Möglichkeit zum Infoerwerb und Austausch zu geben, damit diese in den Gemeinden aktiv werden können.

 „Dran bleiben“

„Oft muss man ehrgeizig sein und man darf nicht aufgeben. Ich kenne genug Beispiele, wo junge Gemeinderäte/innen dutzende Male um Unterstützung zum Bürgermeister gelaufen sind, und nicht gehört wurden. Aber wird man nicht gehört, muss man Eigeninitiative zeigen und selbst ein Projekt innitieren und verwirklichen“ bekennt JVPNÖ-Obmann Michlmayr. Mit „Alpenland“ habe man den passenden Projektpartner.

Die Initiative „Junges Wohnen“ böte kleine aber durchaus innovative Wohneinheiten. Für eines von mehreren Projekten in St. Pölten gebe es im Oktober einen Spatenstich.

Nicht nur bei Autos geht der Trend von Groß zu Klein

Vor einigen Jahren seien noch größere Einfamilienwohnungen im Trend gelegen. Mittlerweile habe sich dieser hin zu kleineren, aber dafür sehr innovativen Einheiten gewandelt, analysiert Alpenland-Chef Norbert Steiner. „Zusätzliche Wände, die man einziehen kann ohne bauliche Maßnahmen zu setzen, sind nur ein Beispiel dafür, wie Wohnen in der Zukunft aussehen kann. Das Projekt in St. Pölten wird ein absolutes Musterprojekt für Junges Wohnen werden“, ist sich Obmann der Alpenland Norbert Steiner sicher.

Chancen nützen - Fördergelder abholen  

Zur Sache: ohne Förderungen der öffentlichen Hand sollen derartige Projekte nicht möglich sein. Das Projekt „Junges Wohnen“ gibt es nun seit fast zwei Jahren in Niederösterreich und zahlreiche Projekte wurden unter diesem Motto bereits umgesetzt. Die Förderschiene wurde nun für 2016 verlängert. „Nun gilt es nur noch für jungen Gemeinderäte/innen und Bürgermeister, diese Chance zu nutzen und Projekte in ganz Niederösterreich zu realisieren“, rät Sobotka.


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