„mittendrin im Leben“ stellt Bedürfnisse der älteren Generation in den Mittelpunkt
ST. PÖLTEN. Laut aktuellen statistischen Prognosen werden bis zum Jahr 2025 bereits rund 30% der niederösterreichischen Bevölkerung 60 Jahre oder älter sein. Senioren-Landesrätin Barbara Schwarz (VP) und Franz Kolland vom Institut für Soziologie der Universität Wien gaben heute den Startschuss für die Entwicklung eines Seniorenplanes im Rahmen der neuen Marke „mittendrin im Leben“.

„Der 1. Oktober als internationaler Tag der älteren Generation gibt jährlich Anlass, besonderen Fokus auf ältere Personen zu legen. Wir wollen diesen Tag nutzen, um mit zwei konkreten Neuerungen unsere ältere Generation in Niederösterreich nachhaltig in den Mittelpunkt zu stellen. Einerseits bündeln wir mit der neuen Marke und Plattform „mittendrin im Leben“ und dem Webportal www.mittendrin-im-Leben.at sämtliche Angebote und Initiativen aus Niederösterreich für ältere Personen mit dem Ziel, das Alter in der Mitte unserer Gesellschaft zu gestalten. Andererseits wollen wir als erstes und einziges Bundesland mit wissenschaftlicher Unterstützung einen NÖ Seniorenplan entwickeln, mit dem Fokus die Wertschätzung und Lebensqualität unserer älteren Menschen zu erhöhen aber auch eine stärkere Teilhabe im Bereich des freiwilligen Engagements zu erreichen. Wir wissen, dass unsere Gesellschaft immer älter wird und diesen Wandel gilt es zu gestalten“, so Landesrätin Schwarz.
Seniorenbeauftragte in den Gemeinden
Den ersten Schritt zum NÖ Seniorenplan bildet eine aktuelle Befragung niederösterreichischer Bürgermeister durch Franz Kolland vom Institut für Soziologie der Uni Wien: „Die Befragungsergebnisse in den Gemeinden machen deutlich, dass es bereits ein breites Aktivitätsangebot für ältere Menschen in Niederösterreich gibt. Erhebliche Nutzungslücken finden sich aber in den Bereichen Bewegung, Bildung, Ehrenamt und Neue Soziale Medien. 96 Prozent der Bürgermeister stimmen zu, dass es zielgruppenspezifische Angebote für ältere Menschen braucht, 38 Prozent finden, es sollte mehr Angebote für ältere Menschen geben als bisher. 56 Prozent der Bürgermeister sind außerdem für die Einrichtung von Seniorenbeauftragten in den Gemeinden, um mehr zielgruppenspezifische Angebote entstehen zu lassen. Als wichtigste Maßnahme für die Zukunft sehen die Gemeinden in Niederösterreich den Ausbau des ehrenamtlichem Engagements im Alter (83%) an.“
„Die Einrichtung von Seniorenbeauftragten für die Arbeit in unseren Gemeinden nehmen wir als klaren ersten Auftrag aus der Erhebung von Dr. Kolland am Weg zum Seniorenplan für Niederösterreich mit. Dahingehend werden wir ein geeignetes Schulungskonzept für diese Personen mit dem Schwerpunkt „Ehrenamt“ entwickeln und anbieten. Denn wir wollen auch hier Vorreiter und Vorbild sein“, so Schwarz abschließend.


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