Sehenswert: die Bründl- und Schliafstubn-Kapelle sowie das Heimathaus in St. Roman
ST. ROMAN. Wer in St. Roman auf der Suche nach Sehenswürdigkeiten ist, sollte sich auf keinen Fall die Bründlkapelle, die Schliafstubn-Kapelle und das Heimathaus entgehen lassen.

In einem kleinen Waldstück, westlich vom Ortszentrum St. Roman, liegt die Bründlkapelle. Die hölzerne Kapelle aus dem 18. Jahrhundert wurde 1932 aufgrund der Baufälligkeit so weit hergerichtet, dass sie von der Bevölkerung als Ort der Stille und Einkehr genutzt werden konnte. 1979 erfolgte dann eine Generalsanierung mit Anbau. Inmitten der Kapelle befindet sich ein steinernes Brunnenbecken. Der hier entspringenden Quelle wurde im Volksglauben eine heilkräftigende Wirkung, insbesondere bei Augenleiden, zugeschrieben. Sie war daher lange Zeit Ziel von Wallfahrten. Auch heute noch finden sich, vor allem an Sonntagnachmittagen und an den Marienfeiertagen, Menschen zum Rosenkranzgebet ein.
Schliafstubn-Kapelle
Eine kleine Holzkapelle befindet sich in einem Waldstück neben dem Leitenbach zwischen den Ortschaften Kössldorf und Ebertsberg. Der Legende nach befand sich an dieser Stelle eine Mühle mit Hammerschmiede bzw. Werkzeugschleiferei (Schleifstube). Daher der Name „Schliafstubn“. Die damalige Besitzerin soll aus unbekannten Gründen ihr einziges Kind dem Schwein zum Fraße vorgeworfen haben. Seit jener Zeit soll man in der Nacht öfters das Weinen eines Kindes und das Geschrei eines Schweines vernommen haben. Manch einer will auch die kohlschwarze „Schliafstubn-Sau“ mit rot leuchtenden Augen gesehen und darin den Teufel erkannt haben. Um den unheimlichen Geschehnissen ein Ende zu bereiten, wurde zur Sühne eine Kapelle erbaut. Seither ist weder das Weinen des Kindes noch das Geschrei des Schweines zu hören.
Heimathaus in Schnürberg
Als im Jahr 1988 die alte „Stoabäuerin“ aus Schnürberg in hohem Alter verstarb und das Anwesen von den Erben nicht mehr weiterbewirtschaftet wurde, übernahm die Gemeinde St. Roman das „Stoabauerngut“ für die Unterbringung des Heimathauses. In dem 300 Jahre alten Bauernhaus befinden sich Exponate und Einrichtungsgegenstände der früheren Lebens- und Arbeitsweise am alten „Stoa-bauerngut“ sowie Arbeitsgeräte für Küche, Stall und Feld aus der näheren und weiteren Umgebung. Erstaunlich ist die Vielfalt der längst vergessenen Geräte und Gebrauchsgegenstände, die aus Holz und Stein gefertigt worden sind.


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