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ST. STEFAN-AFIESL. Auf dem Traktor, da fühlt er sich wohl, der Venzl Hanns (64). Nicht nur zum Arbeiten, wohlgemerkt, sondern bei den vielen Ausfahrten, die er auf seinen Oldtimern macht. Demnächst geht“s wieder los.

Der Hanns, der Viktus und der Lois auf großer Tour. Foto: Venzl
  1 / 2   Der Hanns, der Viktus und der Lois auf großer Tour. Foto: Venzl

Schon sein Leben lang begleiten ihn Oldtimer. Sein erstes Motorrad, mit dem der gelernte Tischler nach Wien zum Bundesheer gefahren ist, steht heute noch bei ihm in der Garage und im Laufe des Lebens haben sich einige Gustostückerl dazugesellt. Mit seinen Traktoren aber, da erlebt er wirkliche Abenteuer: „Vor drei Jahren habe ich mit meinen Freunden Lois und Viktus das erste Mal eine größere Tour unternommen. Damals sind wir über den Großglockner und nach Kärnten und dann über die Nockalmstraße wieder heimzu gefahren“, schwelgt er heute noch in den Erinnerungen. Letztes Jahr waren der Lois und der Hanns dann gar eine ganze Woche unterwegs nach Südtirol, über bekannte Pässe.

Entschleunigung pur

Was ihn dabei so fasziniert, erzählt er mit strahlenden Augen: „Die Langsamkeit, die Entschleunigung. Wir fahren ja abseits der Hauptstraßen und da siehst du Dinge, die du mit dem Auto oder Motorrad gar nicht wahrnimmst. Und man kommt auch eher mit den Leuten in Kontakt. Die schauen natürlich schon, wenn da zwei oder drei so „Kuntn“ mit ihren Traktoren dahertuckern“, schmunzelt der Hanns. Geplant wird immer nur die Route, die Unterkünfte werden spontan gesucht. Das einzige, was den Reisenden manchmal einen Strich durch die Rechnung macht, ist das Wetter. Aber das ist für Hanns und seine Freunde auch nicht so tragisch, denn: „Wir sind ja alle schon in der Pension. Dann fahren wir halt ein anderes Mal oder die Reise dauert ein wenig länger.“

Auf nach Ungarn!

Schon bald soll es übrigens wieder los gehen: „Der Viktus, der Lois und ich nehmen heuer eine Route zum Thema österreich-ungarische Monarchie in Angriff. Am 26. Juli um 5 Uhr früh fahren wir weg Richtung Ungarn, wo wir einen Mitarbeiter vom Bergergut in seinem Elternhaus besuchen. Der hat dort eine kleine Landwirtschaft. Sieben Tage und rund 1.000 Kilometer weit sind wir unterwegs. Ich freu mich schon...“


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