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REGION ST. VALENTIN. Die Blaumeise „Tipsi“ stellt im Monat Oktober den Seeadler vor.

Erich Gschnaidtner hat diesen Seeadler in Saxen vor die Linse bekommen; Foto: Gschnaidtner
Erich Gschnaidtner hat diesen Seeadler in Saxen vor die Linse bekommen; Foto: Gschnaidtner

Der Seeadler ziert unser Staatswappen, gehört zu Österreichs „Big Five“ und brütet erfolgreich in unserer Region, in der Hasenöhrl-Au in St. Pantaleon/Erla. Er war in Österreich ausgerottet und ist erst seit 2001 wieder zurück. Ausgerechnet hier auf der Donau vor St. Pantaleon wurde eine Jetski-Anlage beantragt. Das Seeadlerrevier ist ein weiteres Argument für ein Nein. Der Naturschutz setzt auf die Big Five – er denkt, er hat kein Geld und wenig Leute, die Big Five große Reviere – das bedeutet viel Erfolg mit wenig Aufwand. Man hofft viele Arten damit zu schützen. Das Artensterben zeigt, dass selbst das nur bedingt aufgeht. Der Seeadler braucht Fische und Wasservögel sowie Ruhe beim Brüten, einen artenreichen Wald benötigt er nicht. Ganz allgemein war es gesellschaftlich falsch – Stichwort Klimaerwärmung, Bodenversiegelung und Artensterben – klein strukturierten Waldbesitz pauschal für einmal Cash an Großbetriebe zu verkaufen. Das Resultat sind breite Forststraßen, kaum Unterbau in den Wäldern, wenig Waldrandzone, Harvestereinsatz, große Schlagflächen, Verbreitung von Springkraut und Co. durch Forstfahrzeuge, kaum Naturverjüngung, gleichaltrige Monokulturen in Reih und Glied, in denen schnell wachsende Bäume großflächig entnommen werden, ehe sie eine Leistung für Klima und Natur erbringen können. Mehr Klimaerwärmung und weniger Artenvielfalt sind da klar. Großwaldbesitzern und Naturschützern kann man wenig vorwerfen, sie tun, womit sie mit ihren Mitteln am meisten für sich erreichen. Es ist die Gesellschaft, die mit Adleraugen dafür sorgen muss, dass der Wald wieder den Wert erhält, damit er wieder alle seine Fähigkeiten einbringen kann. In der Gesellschaft wie in der Natur braucht es nicht nur Adler, sondern jeden Einzelnen. Unter den brettförmigen Fittichen des Seeadlers mit 250 Zentimeter Spannweite müssen alle bis zum Zaunkönig mit 15 Zentimeter Spannweite gleichwertig Platz finden.


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