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Palmbuschenbinden war früher reine Männersache

Thomas Leitner, 04.04.2020 08:31

ST. WOLFGANG. Von Generation zu Generation trägt Hermann Graf aus St. Wolfgang den Brauch des Palmbuschenbindens weiter.

Hermann Graf mit seinen Kindern beim Palmbuschenbinden. Foto: Hörmandinger
Hermann Graf mit seinen Kindern beim Palmbuschenbinden. Foto: Hörmandinger

Der Palmsonntag ist der letzte Sonntag in der Fastenzeit. Mit ihm wird auch die Karwoche eingeläutet. Das traditionelle Palmbuschenbinden zeichnet diesen Tag ganz besonders aus. Hermann Graf aus St. Wolfgang im Salzkammergut hat diese Tradition von seinem Großvater übernommen, heute fügt er gemeinsam mit seinen Kindern Palmkätzchen, Eichenlaub, Buchsbaum, Stechpalme, Wacholder, Erika, Eibengras, Segenbaum, Espenzweige, Haselnussstange und Apfel zu einem typischen St. Wolfganger Palmbuschen zusammen.

„Wir haben im Familienverbund einstimmig beschlossen, auch heuer Palmbuschen zu binden. Denn gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, Verwandte, Freunde, Nachbarn oder einen lieben Menschen mit einem guten Wort oder einer netten Geste aufzumuntern, oder ihm eben mit einem Palmbuschen Freude zu bereiten, der ja noch dazu,- wie überliefert wird, - Mensch, Tier und Gut vor Unheil bewahren soll“, erklärt Hermann Graf das Palmbuschenbinden in Zeiten der Coronakrise.

Binden war früher reine Männersache

Früher war das Palmbuschenbinden übrigens reine Männersache. Diese Kunst wurde von den Vätern nämlich nur an die Söhne weitergegeben. Heute dürfen natürlich auch die Mädchen dabei helfen. Gebunden werden die Palmbuschen traditionellerweise immer am Samstag vor dem Palmsonntag bevor sie dann am Sonntag zur Weihe gebracht werden. 


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