Arno Perfaller will nach NR-Wahl ein „Sprachrohr fürs Salzkammergut" sein
ST. WOLFGANG/GMUNDEN. Arno Perfaller, Kulturreferent der Marktgemeinde St. Wolfgang, kandidiert als Bezirksspitzenkandidat der ÖVP und ist auf der Wahlkreisliste an Nummer 3 gereiht. Mit einem Vorzugsstimmen-Wahlkampf will er den Sprung ins Parlament schaffen.

„Gute Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern in Wien sind für das Umsetzen regionaler Projekte wichtig“, ist Perfaller überzeugt. Falls gewählt, will er daher diese für die Finanzierung „infrastruktureller und Lebensqualität verbessernder“ Projekte in der Region nutzen. Tips sprach mit dem Wahlkämpfer aus St. Wolfgang.
Tips: Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein, ins Parlament zu kommen?
Perfaller: Nicht so schlecht. Die Stimmung ist gut. Bei einer Bezirkskonferenz der ÖVP-Gemeinderäte kamen 140 von 204. Das sind sehr viele. Ich habe viel Unterstützung erhalten. Die anderen Kandidaten unterstützen mich geschlossen und werben für mich. Ich bin zuversichtlich, dass die rund 4000 nötigen Vorzugsstimmen machbar sind.
Tips: Was wäre Ihr Verständnis als Parlamentarier?
Perfaller: Christoph Leitl (Präsident der österreichischen Wirtschaftskammer, Anm. d. Red.) hat mal zu mir gesagt: Du wärst ein guter Botschafter fürs Salzkammergut. Botschafter ist zu hochgestochen, aber als Interessensvertreter für die Region verstehe ich mich schon. Denn was in der Region erwirtschaftet wird, soll auch dorthin wieder zurückfließen.
Tips: Falls Sie den Sprung ins Parlament schaffen: Was wären Ihre ersten Handlungen?
Perfaller: Mein erster Weg wäre jener zu den Bürgermeistern der Region, um gemeinsam eine Agenda für den Bezirk zu erarbeiten. Denn die Bürgermeister sind direkte Vertreter der Bevölkerung und Praktiker, die wissen wo der Schuh drückt. Schön wäre eine Bürgermeister-Konferenz, bei der gemeinsame Lösungen erarbeitet werden. Ich halte viel von mehrgemeindigen Interessensverbänden und habe da einen sehr pragmatischen Zugang.
Tips: Welche Ideen würden Sie forcieren?
Perfaller: Ich denke da zum Beispiel an die touristische Nachnutzung des Landschlosses Ort oder die Umsiedlung von Bundesdienststellen, die gut in unsere Region passen. Auch den Wunsch, eine passende Fachhochschule im Inneren Salzkammergut anzusiedeln, kann ich nur unterstützen.
Tips: Liegt die wirtschaftliche Zukunft der Region allein im Tourismus?
Perfaller: Der Bezirk hat ja eine sehr starke Diversifizierung. Bad Ischl und Gmunden sind wirtschaftlich sehr starke Städte, der nördliche Teil des Bezirks verfügt über eine starke Industrie, im Süden läuft der Tourismus sehr gut. Jedenfalls brauchen Betriebe, aber auch Privatpersonen – zum Beispiel beim Hausbau – Entwicklungsmöglichkeiten. Das Salzkammergut darf kein Museum werden. Industrie, Gewerbe, Tourismus und Landwirtschaft gehören weiter gestärkt.
Tips: Wir sind mit vielen Herausforderungen konfrontiert: Klimawandel, Migrationsbewegungen, Ressourcenverknappung. Die Zukunft schaut nicht rosig aus. Warum sollen junge Leute noch Kinder bekommen?
Perfaller: Der Blick in die Zukunft muss ein optimistischer sein. Wir müssen uns den Probleme stellen und gemeinsam Lösungen finden. Veränderungen können wir nicht aufhalten, aber wir müssen uns ernsthaft um jene kümmern, die es nicht alleine schaffen. Der gelebte Zusammenhalt bei uns im Salzkammergut macht mich jedoch sicher, dass niemand zurückbleibt.


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