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ST. WOLFGANG/LINZ. Von einem „Verwirrspiel“ der zuständigen Stellen rund um die Corona-Fälle in St. Wolfgang spricht SPOÖ-Geschäftsführer Georg Brockmeyer in einer Presseaussendung. Er sieht Mängel in der Kommunikation zwischen den zuständigen Stellen. Vor Ort kann man dies nicht nachvollziehen und betont zugleich die gute parteiübergreifende Zusammenarbeit in der Gemeinde - gerade auch in der Krisensituation.

Foto: Wolfgang Spitzbart
Foto: Wolfgang Spitzbart

Eine Pandemie lasse sich nur durch koordiniertes und transparentes Handeln in den Griff bekommen, betont Georg Brockmeyer. Er zeigt sich daher verwundert über „Berichte wonach der Bürgermeister von St. Wolfgang der Verordnung von Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander widerspricht.“ Laut einem Zeitungsbericht sehe Franz Eisl die Aussagen im gestrigen „Ö1-Morgenjournal“ anders als Christine Haberlander, wonach Gäste bei der Abreise aus St. Wolfgang ein Formular mit Infos zu Aufenthalt und Testung ausfüllen müssen. Der Bürgermeister haben die Aussagen laut dem Bericht sogar als „Falschmeldung“ bezeichnet, betont Brockmeyer.

„Transparentes und koordiniertes Handeln“ notwendig

Das sei schon der zweite Fall, wonach die für St. Wolfgang zuständigen Stellen nicht ausreichend miteinander kommunizieren, so der SP-Landesgeschäftsführer weiter und verweist auf eine Aussage von Bezirkshauptmann Alois Lanz, wonach dieser „keine Informationen über die Ergebnisse jener Testungen (habe), die die Tourismusministerin versprach und die vor Ort durchgeführt werden.“ „Wer nicht will, dass St. Wolfgang zum zweiten Ischgl wird – und damit die Gesundheit und Arbeitsplätze in der Region gefährdet werden – muss transparent und korrekt informieren“, so Brockmeyer abschließend.

„Positive Testergebnisse müssen gemeldet werden“

Bezirkshauptmann Alois Lanz stellt auf Tips-Nachfrage klar, dass es neben den behördlich angeordneten Tests - etwa bei Verdachtsfällen - auch Tests gebe, die etwa von Firmen oder- wie in St. Wolfgang - im Rahmen des Angebots aus dem Tourismusministerium, selbst organisiert werden. „Falls aber bei den freiwilligen Tests ein positiver Fall entdeckt wird, muss die Behörde immer informiert werden. Hier ist es egal, ob der Test ursprünglich behördlich angeordnet oder freiwillig erfolgt ist“, betont Lanz. 

„Arbeit im Dienste der Gesundheit“

In St. Wolfgang stellt man die von Brockmeyer angesprochenen widersprüchlichen Aussagen von Haberlander und Eisl in einen zeitlichen Zusammenhang: „Es gab zahlreiche besorgte Anfragen etwa von Lieferanten oder Mitarbeitern bei Betrieben, die sich nicht sicher waren, ob sie - wenn sie nach St. Wolfgang kommen - auch wieder wegfahren dürfen“, erklärt Arno Perfaller, der Medienreferent der Gemeinde. Man habe daher mit einem Facebook-Posting reagiert, um diese Unsicherheit zu klären. Als dann um 11 Uhr Vormittags die entsprechende Verordnung der Bezirkshauptmannschaft eingetroffen sei, habe man diese neue Information sofort weiter gegeben. „In dem Bemühen, die Sicherheit zu gewährleisten, kann es sein, dass sich etwas die eine oder andere Stunde verzögert hat“, räumt Perfaller ein.

„Thematik eignet sich nicht für kleinliche Einmischungen von Parteivertretern“

Insgesamt eigne sich „die Thematik in ihrer Tragweite nicht für kleinliche Einmischungen von Parteivertretern in unsere Arbeit für die Bevölkerung“, übt Perfaller seinerseits Kritik an SP-Landesgeschäftsführer Brockmeyer: „Wir arbeiten hier in der Ortspolitik sehr gut zusammen, der SP-Vizebürgermeister ist Mitglied im Krisenstab. Wir helfen hier alle zusammen im Dienste der Gesundheit unserer Bevölkerung und unserer Gäste.“ Er verbitte sich eine „Einmischung von außen, die parteipolitischen Unfrieden in die Gemeinde tragen soll.“


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