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STADL-PAURA. Die Gemeinde kauft von der Pfarre das Gemeinschaftszentrum in der sogenannten Guttenbrunn-Siedlung (Guttenbrunn ist eine Gemeinde in Rumänien). Zum Gebäude gehören eine Kapelle, in der noch Messen gefeiert werden, ein Veranstaltungssaal, mehrere Räume des Caritas-Kindergartens und ein Gasthaus.

Das Zentrum der Guttenbrunn-Siedlung bleibt erhalten. Foto: Paltinger
Das Zentrum der Guttenbrunn-Siedlung bleibt erhalten. Foto: Paltinger

Die Gemeinde wird Eigentümer des Zentrums in der Guttenbrunn-Siedlung. Der Kauf um knapp 190.000 Euro (bezahlbar auf sechs Raten) ist vom Gemeinderat einstimmig abgesegnet worden.

Von Donauschwaben erbaut

Das Zentrum ist zwischen 1960 und 1966 von den Donauschwaben errichtet worden, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind und sich in dieser Zeit rund um das Zentrum angesiedelt haben. Das Grundstück wurde vom Stift Lambach zur Verfügung gestellt. Noch heute hat das Zentrum für die Siedler und ihre Nachfahren einen hohen emotionalen Stellenwert. Die Menschen haben damals viel Energie in den Bau investiert und fühlen sich verbunden. Zuletzt haben aber nur noch wenige ältere Menschen die Messen besucht.

Möglichkeiten für die Gemeinde

„Mit dem Kauf ergeben sich viele Möglichkeiten für die Gemeinde“, erklärt Bürgermeister Christian Popp und spricht die Sicherstellung der Kinderbetreuung und die Nutzung des Veranstaltungssaales für Vereine an. Auch das Gasthaus soll neu verpachtet werden. „Ein Abriss hätte den Siedlern sehr weh getan“, fügt der Ortschef hinzu.

Aufgelassen wird nur die Kirche. Die letzte Messe in der Kapelle wird am 7. Juli gefeiert. Danach können die Gläubigen ins Kloster Nazareth und in die Dreifaltigkeitskirche ausweichen.


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