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STEINBACH/STEYR. Herbert Kandra setzt sich in seinen Bildern mit gesellschaftlichen Themen, die ihn beschäftigen, auseinander. In einer Ausstellung in der Galerie am Färberbach wird nun ein neuer Werkzyklus des Steinbacher Künstlers mit dem Titel „Christentum“ gezeigt.

Ein Werk von Herbert Kandra Foto: Herbert Kandra
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Herbert Kandra malt bereits seit 43 Jahren regelmäßig, seit 1989 schreibt er auch Texte. Die Aphorismen kommen seither meist zuerst, erzählt der Künstler, danach entsteht erst das Gemälde. Herbert Kandra kam in Ansfelden zur Welt und absolvierte nach der Matura in Perg die Pädagogische Akademie in Linz. Bis 2013 war er als Volksschullehrer tätig, zuerst in Grünburg, dann in Kematen und Micheldorf bis er schließlich in Steinbach landete. Dort ist er weithin für seine konsequente Beschäftigung mit der Kunst bekannt. „Der Segen des Malens besteht für mich darin, Gedanken und Gefühle in Formen und Farben kleiden zu können. Der Fluch, den inneren Klang dem Betrachter nur schwer übermitteln zu können“, so Herbert Kandra.   Charakteristischer Stil   An den Bildern fällt ein ganz charakteristischer Stil auf. Der Betrachter fühlt sich an Werke von Salvador Dali und Wassiliy Kandinsky erinnert. „Insbesondere die Werke von Kandinsky haben mich bei der Findung meines eigenen Stils beeinflusst. Der Stil der Bilder hat sich damals herauskristallisiert und ist seitdem geblieben“, so Herbert Kandra. Er malt mit Ölwachsmalkreiden, Farbstiften und schwarzer Tusche. Dem Künstler ist bewusst, dass seine Bilder häufig polarisieren. „Die Einseitigkeit meiner Bilder kommt daher, dass ich nur in einem gewissen Zustand male. Ich male, anstatt mich zu ärgern“, erzählt Herbert Kandra.   Institution Kirche   Der aktuelle Werk-Zyklus, der in der Steinbacher Galerie am Färberbach zu sehen ist, stellt das Thema „Christentum“ ins Zentrum. In den Bildern geht es dem Künstler nicht so sehr um den individuellen Glauben als vielmehr um die Institution Kirche. Herbert Kandra erklärt: „Die oft gewalttätige Geschichte des Christentums steht als Thema hinter den Bildern. Ich sehe die Kirche als normale Institution, die es – wie andere auch – kritisch zu beleuchten gilt.“

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