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STEYR. „Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“ ist Titel einer berührenden Geschichte über Angst, Sehnsucht und Alltag im Krieg und war nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2017. Paulus Hochgatterer liest daraus am Mittwoch, 6. Dezember, im Museum Arbeitswelt.

Paulus Hochgatterer beehrt das Museum Arbeitswelt mit einer Lesung. Foto: Corn
Paulus Hochgatterer beehrt das Museum Arbeitswelt mit einer Lesung. Foto: Corn

Der 1961 gebürtige Amstettner Schriftsteller und Kinderpsychiater lebt in Wien. In seinem neuesten Werk beschreibt er, wie auf einem Mostviertler Bauernhof in den letzten Kriegsmonaten das verstörte Mädchen Nelli auftaucht, ihr fehlt offenbar die Erinnerung. Sie wird aufgenommen und wächst in die Familie hinein. Monate später kommt nachts ein junger russischer Zwangsarbeiter auf den Hof. Er hat nichts bei sich – nur eine Leinwandrolle hütet er wie seinen Augapfel. Zwischen ihm und Nelli entspinnt sich eine zarte Beziehung, die durch Wehrmachtssoldaten blitzartig unterbrochen wird.

Glänzende Erzählung

Auf 112 Seiten erzählt Hochgatterer fulminant die Geschichte eines verschollenen Gemäldes – und von einem einfachen Mann, der zum Helden wird...

Der Autor hat sich dafür Zeit gelassen. „Dieses Buch musste geschrieben werden, weil unsere Eltern sterben – die Geschichten, die sie uns erzählt haben, gehen verloren, wenn wir sie nicht aufschreiben.“

Beginn: 19 Uhr, Eintritt: 10 / 8 Euro, Anmeldung erbeten: Tel. 07252/77351-0, E-Mail: anmeldung@museum-steyr.at


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